Warum Scaramucci Bitcoin als echtes Geld betrachtet — und was das für Sie bedeutet
Bitcoin ist nicht nur ein digitaler Vermögenswert; es ist nach allen ökonomischen Maßstäben vollwertiges Geld. So sieht es Anthony Scaramucci, Gründer von SkyBridge Capital und ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses. Und er steht damit nicht allein: Immer mehr Banken und Unternehmen beginnen, BTC als legitime Währung zu behandeln.
Was macht Geld ‘echt’?
Oft geht man davon aus, dass Geld aus Papier oder Metall bestehen muss. In Wirklichkeit ist seine materielle Form jedoch weitaus weniger entscheidend als das Vertrauen, das andere darin setzen. Ein US-Dollar-Schein besteht zwar aus Baumwolle und Leinen, doch sein Wert beruht darauf, dass Millionen von Menschen daran glauben, damit Lebensmittel, Kleidung oder Wohnraum bezahlen zu können.
Bitcoin funktioniert nach demselben Prinzip — nur basiert das Vertrauen hier nicht auf einer Zentralbank, sondern auf Mathematik und einem dezentralen Netzwerk von Computern. In seiner 16-jährigen Geschichte hat es sich bewährt: Es hat Hackerangriffe, Verbote und Wirtschaftskrisen überstanden und funktioniert weiterhin.
Scaramucci hebt drei zentrale Funktionen von Geld hervor:
- Tauschmittel: dient zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen;
- Wertspeicher: behält seinen Wert über längere Zeit;
- Recheneinheit: ermöglicht den Vergleich von Preisen.
Seiner Meinung nach erfüllt Bitcoin all diese Rollen — insbesondere in Zeiten instabiler nationaler Währungen.
Große Banken sind jetzt dabei
Einst als ‘geekiges Spielzeug’ abgetan, gilt Bitcoin heute als Teil seriöser Investmentportfolios. Morgan Stanley hat über NYSE Arca einen eigenen Spot-Bitcoin-ETF lanciert, während Goldman Sachs einen Bitcoin-Premium-Income-ETF angemeldet hat.
Diese Schritte sind mehr als reine PR-Aktionen. Wenn Institutionen wie diese in den Markt eintreten, bringen sie Milliarden von Dollar an Kapital mit. Das sorgt für eine stabile Nachfrage — selbst wenn die Kurse sinken, kaufen große Player weiterhin.
Zudem zeigen Daten eine wachsende praktische Nutzung:
- Von 2014 bis 2025 entfielen 44 % aller Krypto-Zahlungen auf Bitcoin (Coingate);
- 39 % der US-Händler akzeptieren Kryptowährungen (CoinLaw);
- Über 2.300 Organisationen nehmen direkt BTC an.
Warum Bitcoin bequemer ist als Gold
Gold gilt seit Langem als ‘sicherer Hafen’ in Krisenzeiten. Doch bedenken Sie: Um 1 Million US-Dollar in Gold zu transportieren, braucht man einen gepanzerten Transporter und Sicherheitspersonal. Dagegen lassen sich 1 Million US-Dollar in Bitcoin innerhalb einer Minute per Smartphone und ohne Zwischenhändler ins Ausland senden.
Auch die Aufbewahrung ist einfacher: Für Gold benötigt man Tresore oder Bankschließfächer, während Bitcoin lediglich eine sichere Wallet und ein Passwort erfordert. Natürlich gibt es Risiken — etwa den Verlust des privaten Schlüssels oder Betrug —, aber die entsprechenden Sicherheitstechnologien entwickeln sich stetig weiter.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Bitcoin erfüllt die drei klassischen Funktionen von Geld: Tauschmittel, Wertspeicher und Recheneinheit.
- Große Finanzinstitute (Morgan Stanley, Goldman Sachs) steigen aktiv über ETFs in den Markt ein.
- Die praktische Nutzung von BTC nimmt zu: Fast 40 % der US-Händler akzeptieren inzwischen Kryptowährungen.
- Sein begrenztes Angebot (21 Millionen Coins) macht Bitcoin zu einem deflationären Vermögenswert.
- Im Vergleich zu Gold lässt sich BTC leichter transferieren und lagern.
Was bedeutet das für Privatpersonen?
Wenn Sie Ihre Ersparnisse ausschließlich in einer einzigen Währung halten — vor allem in einem Land mit hoher Inflation —, könnte Bitcoin eine Möglichkeit bieten, einen Teil Ihres Vermögens zu schützen. Er garantiert zwar keine Gewinne, bietet aber eine Alternative zu einem System, in dem Zentralbanken Geld ohne Einschränkungen drucken können.
Darüber hinaus führt das zunehmende institutionelle Interesse tendenziell dazu, dass die Volatilität langfristig abnimmt. Das heißt nicht, dass die Kurse morgen nicht mehr schwanken werden, aber mit der Zeit könnte Bitcoin stabiler werden — ähnlich wie Aktien großer Unternehmen.
Das Fazit: Sie müssen kein Experte sein, um einzusteigen. Bereits ein kleiner, regelmäßig zurückgelegter Betrag kann in einer unsicheren Welt als ‘Sicherheitsnetz’ dienen.
— Editorial Team