DeFi-Sektor verlor im April Rekordsumme von 630 Millionen Dollar: Was lief schief?
April 2026 wurde zum schlechtesten Monat in der Geschichte der dezentralen Finanzen (DeFi) in Bezug auf Verluste. Laut dem Analyseunternehmen Memento Research verlor der Sektor im Laufe des Monats etwa 630 Millionen Dollar. Das ist mehr als das gesamte erste Quartal zusammen.
Warum das für normale Menschen wichtig ist
DeFi ist eine Reihe von Finanzdienstleistungen, die auf der Blockchain ohne Vermittler wie Banken laufen. Viele Menschen investieren dort ihre Ersparnisse, um höhere Renditen als Bankzinsen zu erzielen. Aber wenn es Löcher im System gibt, kann Geld in Minuten verschwinden. Die Angriffe im April zeigten, dass die Risiken weiterhin sehr hoch sind.
Was im April geschah
Der größte Schlag traf zwei Protokolle: Drift und Kelp DAO. Sie verursachten Verluste von fast 600 Millionen Dollar – etwa 95 % aller Verluste des Monats. Die restlichen 30 Millionen Dollar verteilten sich auf kleinere Vorfälle.
Zum Vergleich: Im Januar betrugen die Verluste 86 Millionen Dollar, im Februar 27 Millionen Dollar, im März 52 Millionen Dollar. Der April-Ausschlag war 7- bis 20-mal höher als in den Vormonaten.
Wie es passierte: Der Angriffsmechanismus
Angreifer nutzten Schwachstellen in Smart Contracts aus – Programmen, die Geld in DeFi automatisch verwalten. Im Fall von Drift und Kelp DAO waren die Angriffe komplex und mehrstufig, aber das Wesen ist dasselbe: Hacker fanden einen Weg, den Code auszutricksen und Gelder abzuziehen.
Hauptarten von Schwachstellen im Jahr 2026:
- Smart-Contract-Fehler – Code tut nicht, was er soll.
- Brückenangriffe – Schwachstellen in Systemen, die Vermögenswerte zwischen verschiedenen Blockchains übertragen.
- Orakelmanipulation – Manipulation von Preisdaten, um die Differenz zu stehlen.
- Kreditprobleme – wenn geliehene Gelder nicht zurückgezahlt werden.
Was wichtig ist
- Rekordhöhe der Verluste: Die 630 Millionen Dollar im April sind der höchste monatliche Wert in der DeFi-Geschichte.
- Risikokonzentration: Fast alle Verluste stammten von zwei Protokollen, was auf systemische Anfälligkeit großer Projekte hinweist.
- Verschlechterungstrend: Die Gesamtverluste seit Jahresbeginn erreichten 795 Millionen Dollar, und der Trend verlangsamt sich nicht.
- Marktreaktion: Nach den Angriffen verließ Liquidität den Sektor, die Renditen sanken, Nutzer ziehen Gelder ab.
Was das für normale Menschen bedeutet
Wenn Sie Kryptowährung in DeFi-Protokollen haben, lohnt es sich, noch einmal zu überprüfen, welche Berechtigungen Sie Ihren Wallets erteilt haben. Viele Angriffe passieren, weil Benutzer versehentlich gefährliche Transaktionen genehmigen. Bewahren Sie nicht alle Vermögenswerte an einem Ort auf – Diversifikation verringert das Risiko. Und denken Sie daran: Hohe Renditen bedeuten fast immer hohes Risiko.
— Editorial Team