Zurück zur Startseite

Duterte-Prozess: IStGH bestätigt Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Der IStGH hat die Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte bestätigt und entschieden, dass genügend Beweise vorliegen, um ihn wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit seinem Drogenkrieg vor Gericht zu stellen.

Duterte muss sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit für Tötungen im Drogenkrieg vor Gericht verantworten
Advertisement 728x90

Ex-Präsident Duterte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Drogenkrieg vor Gericht

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat bestätigt, dass der ehemalige philippinische Präsident Rodrigo Duterte sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht verantworten muss. Die Anklage geht auf seinen brutalen „Krieg gegen Drogen“ zurück, der laut Staatsanwaltschaft Tausende Todesopfer forderte. Dies ist von Bedeutung, weil es zeigt, dass selbst ehemalige Staatsführer für groß angelegte Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden können.

Was geschah beim IStGH?

Am Donnerstag entschieden die Richter des IStGH, dass genügend Beweise für ein Verfahren gegen Duterte vorliegen. Sie sahen „erhebliche Gründe“ für die Annahme, dass er eine Schlüsselrolle bei der Ermordung von 76 Menschen und dem versuchten Mord an zwei weiteren spielte. Das Gericht erklärte, diese Tötungen seien Teil eines koordinierten Plans zur Beseitigung mutmaßlicher Drogenhändler und -konsumenten gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Duterte vor, Todesschwadronen geschaffen, finanziert und bewaffnet zu haben, um diese Tötungen während seiner Amtszeit von 2016 bis 2022 durchzuführen. Die offizielle polizeiliche Todeszahl liegt bei rund 6.000, Menschenrechtsorganisationen schätzen sie jedoch auf bis zu 30.000.

Google AdInline article slot

Was bedeutet „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“?

Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind schwere Straftaten wie Mord, Folter oder Verfolgung, die Teil eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs auf die Zivilbevölkerung sind. Es handelt sich nicht um eine zufällige Gewalttat, sondern um ein organisiertes Muster. Man kann es sich als die schlimmste Form von Mobbing vorstellen, aber auf nationaler Ebene und mit tödlichen Folgen.

Dutertes Verteidigung

Der heute 81-jährige Duterte bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte argumentieren, er habe die Polizei lediglich angewiesen, in Notwehr zu töten, und seine scharfe Rhetorik sei nur „bombastische Wortwahl“ gewesen. Zudem behaupten sie, er sei geistig zu schwach, um dem Prozess zu folgen. Die Richter des IStGH hatten ihn jedoch zuvor für verhandlungsfähig erklärt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der IStGH bestätigte Anklagen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte für seinen „Krieg gegen Drogen“.
  • Die Staatsanwaltschaft sagt, Duterte habe Todesschwadronen angewiesen, Tausende mutmaßliche Drogenkonsumenten und -händler zu töten.
  • Duterte bestreitet die Vorwürfe und sagt, er habe nur Tötungen in Notwehr autorisiert.
  • Der Prozess könnte innerhalb eines Jahres beginnen, aber es ist unklar, ob Duterte teilnehmen wird.
  • Menschenrechtsorganisationen bezeichnen das Urteil als historischen Schritt für die internationale Justiz.

Was bedeutet das für normale Menschen?

Dieser Fall zeigt, dass kein Anführer über dem Gesetz steht, selbst nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Er verdeutlicht auch, wie Regierungspolitik zu massivem Leid führen kann. Für normale Filipinos könnte er den Familien, die im Drogenkrieg Angehörige verloren haben, eine gewisse Genugtuung bringen. Für den Rest der Welt ist es eine Erinnerung daran, dass internationale Gerichte mächtige Menschen zur Rechenschaft ziehen können.

Google AdInline article slot

— Editorial Team

Advertisement 728x90

Weiterlesen

Partner-News