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BTC-e: Was mit dem Geld der Kunden passiert ist — Vinniks Antwort

Alexander Vinnik, der ehemalige Mitbegründer der BTC-e-Kryptobörse, sprach über die Trennung der Kundengelder nach seiner Festnahme im Jahr 2017 und bestreitet jegliche Verbindung zur späteren WEX-Börse. Er empfiehlt Betroffenen, sich an einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten zu beteiligen.

Wo ist das Geld von BTC-e? Alexander Vinniks Geständnis
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Was mit den Geldern der BTC-e-Kunden geschah: Alexanders Vinniks Geständnis

Der ehemalige Mitbegründer der Kryptobörse BTC-e, Alexander Vinnik, hat erstmals detailliert berichtet, wohin die Kundengelder nach der Schließung der Plattform im Jahr 2017 geflossen sind. Für Tausende Menschen weltweit ist dies nicht nur eine Geschichte über eine alte Börse — es ist die Frage, ob sie jemals ihre Ersparnisse zurückbekommen werden.

Zwei Seiten derselben Medaille

Laut Vinnik wurden die Vermögenswerte von BTC-e nach seiner Festnahme im Juli 2017 praktisch in zwei Teile getrennt:

  • Teil eins bestand aus Servern, Bankkonten und Zahlungsdaten, die umgehend von US-Behörden, vor allem dem FBI, beschlagnahmt wurden.
  • Teil zwei umfasste Kryptowährungen, die in Cold Wallets verwahrt wurden und somit außerhalb des Einflusses des FBI blieben.

Wichtig zu beachten ist, dass Vinnik selbst nie die privaten Schlüssel oder Seed Phrases dieser Wallets besessen hat. Seine Aufgabe, so erklärt er, beschränkte sich ausschließlich auf den Umgang mit Fiat-Währungen und elektronischen Zahlungssystemen — niemals jedoch auf die direkte Verwaltung von Kryptowährungen.

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Die Entstehung von WEX und der "Nachfolge"

Im Herbst 2017 tauchte plötzlich eine neue Börse auf dem Markt auf — WEX. Sie präsentierte sich als Nachfolgerin von BTC-e und versprach, allen betroffenen Nutzern sämtliche Guthaben zurückzuzahlen. Viele fielen darauf herein und transferierten sogar ihre verbliebenen Kontostände dorthin.

Doch Vinnik erklärte, dass er erst über seinen Anwalt von WEX erfahren habe und keinerlei Verbindung dazu unterhalte. Dies wirft ernsthafte Fragen auf: Wer kontrollierte dann tatsächlich den zweiten Teil der BTC-e-Vermögenswerte? Und warum verschwand WEX kurz nach dem Start, ohne den Großteil der Kunden auch nur ansatzweise zu entschädigen?

Wie können Sie heute Ihre Gelder zurückfordern?

Vinnik gab konkrete Ratschläge für all jene, die bei BTC-e Geld verloren haben: treten Sie der Sammelklage bei, die derzeit beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia verhandelt wird. Diese Klage, eingereicht im Sommer 2025, vereint Tausende Geschädigte.

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Wenn Sie ein Kunde von BTC-e waren, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Sammeln Sie Dokumente, die Ihre Einlagen belegen (Screenshots, E-Mail-Korrespondenz, Transaktionsprotokolle).
  • Kontaktieren Sie die Anwälte, die an der Sammelklage beteiligt sind.
  • Reichen Sie Ihren Anspruch ein, bevor die Frist für die Registrierung der Kläger abläuft.

Dies ist nach wie vor die einzige realistische Möglichkeit, eine Entschädigung zu erhalten. Weder WEX noch andere "Nachfolge"-Plattformen haben je transparente Rückzahlungsmechanismen vorgestellt.

Warum das für jeden wichtig ist

Die BTC-e-Geschichte ist alles andere als ein Relikt der Vergangenheit. Sie verdeutlicht, wie anfällig die Sicherheit auf Kryptobörsen sein kann, insbesondere wenn sie ohne regulierenden Rahmen agieren. Stellen Sie sich vor, Sie würden Geld bei einer Bank deponieren und später feststellen, dass es sich dabei lediglich um die Garage eines Privatmanns handelte — dessen Besitzer inzwischen spurlos verschwunden ist. Genau so fühlten sich die Nutzer von BTC-e.

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Darüber hinaus wirft Vinniks Fall komplexe juristische Fragen auf: Kann eine einzelne Person für Handlungen einer Plattform zur Verantwortung gezogen werden, die sie technisch gesehen gar nicht geleitet hat? Vor allem, wenn diese Plattform Kunden aus aller Welt bediente und nicht nur innerhalb der USA tätig war.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Kundengelder von BTC-e wurden in zwei Teile aufgeteilt: Der eine wurde vom FBI beschlagnahmt, der andere blieb in Cold Wallets.
  • Alexander Vinnik beteuert, er habe die Krypto-Schlüssel nicht kontrolliert und keine Verbindung zur Börse WEX gehabt.
  • Die derzeit einzige Möglichkeit, Gelder zurückzuerlangen, besteht darin, sich an der Sammelklage in den USA zu beteiligen.
  • Die BTC-e-Geschichte bleibt eine entscheidende Lehre über die Risiken unregulierter Kryptobörsen.
  • Der Fall wirkt sich zudem auf weitreichendere globale Fragen von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeit innerhalb der dezentralen Branche aus.

— Editorial Team

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