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Trump hat es nicht eilig, den Krieg mit dem Iran zu beenden: Öl über 106 Dollar

US-Präsident Donald Trump sagte, er habe es nicht eilig, die Militäroperation gegen den Iran zu beenden, während er die Waffenruhe verlängerte. Diese Aussage ließ die globalen Aktienindizes abstürzen und löste einen neuen Anstieg von Brent über 106 Dollar aus, angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus und der Angst vor einem langanhaltenden Angebotsdefizit.

Langanhaltender Krieg: Warum Trump es nicht eilig hat, mit dem Iran abzuschließen
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Trump sagt, er habe es nicht eilig, den Krieg mit dem Iran zu beenden – Globale Aktienindizes fallen bei neuem Ölpreisanstieg

US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe nicht die Absicht, den Konflikt am Persischen Golf schnell zu beenden, und signalisierte damit, dass die Militäroperation sich hinziehen könnte. Diese Aussage löste eine globale Verkaufswelle an den Aktienmärkten und einen erneuten Anstieg des Brent-Ölpreises auf über 106 Dollar pro Barrel aus, ausgelöst durch Ängste vor Versorgungsengpässen aus der Region.


Analytischer Artikel: „Die verlängerte Pause“ – Warum die Märkte Trumps Waffenstillstand mit dem Iran nicht feiern

Donald Trumps Aussage, er habe es „nicht eilig, den Krieg mit dem Iran zu beenden“, die im Zusammenhang mit der Verlängerung des Waffenstillstands gemacht wurde, kam für die globalen Märkte überraschend. Einerseits erhielten Anleger eine Atempause von den Worst-Case-Szenarien (sofortige Wiederaufnahme massiver Bombardierungen und eine groß angelegte Bodeninvasion). Andererseits machte der US-Präsident deutlich, dass die Militäroperation verlängert werden könnte und die Blockade der Straße von Hormus, die bis zu 20 % des globalen Öltransits unterbindet, bestehen bleibt. Diese doppelte Botschaft führte zu einer globalen Verkaufswelle an den Aktienmärkten und einem erneuten Anstieg des Brent-Ölpreises auf über 106 Dollar pro Barrel. Die Märkte saßen in der Falle: Die unmittelbare Eskalationsgefahr war gebannt, aber die Ursachen der Krise blieben bestehen.

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Ereignisdetails und Zeitplan

Das Schlüsselereignis ereignete sich am 21.–22. April 2026, als der vorherige zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran auslief. Nur wenige Stunden vor seinem Ablauf kündigte Trump eine unbegrenzte Verlängerung der Kampfpause an. Diese Entscheidung kam jedoch mit einer harten Einschränkung: Der Waffenstillstand würde nur verlängert, wenn der Iran und Pakistan einen „einheitlichen Vorschlag“ für eine Lösung vorlegten, während der Besuch von Vizepräsident JD Vance in Pakistan zu Verhandlungen aufgrund der Weigerung des Irans verschoben wurde.

Gleichzeitig mit den diplomatischen Manövern betonte Präsident Trump in öffentlichen Äußerungen, dass er keinen Grund sehe, den Konflikt zu beenden. „Ich habe es nicht eilig; wir haben Zeit und Ressourcen“, erklärte er sinngemäß und signalisierte damit, dass ihm der aktuelle Zustand „weder Krieg noch Frieden“ zusagt.

Als Reaktion:

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  • Die militärische Blockade bleibt bestehen. Die Straße von Hormus bleibt für die freie Schifffahrt praktisch geschlossen. Iranische Boote inspizieren weiterhin Schiffe, die versuchen, die Straße ohne Koordination zu passieren, und eröffnen das Feuer auf sie.
  • Die Zwischenfälle dauern an. Das Pentagon bestätigte, dass die Räumung von Minen aus der Straße aufgrund des Umfangs der von den IRGC gelegten Minen bis zu sechs Monate dauern könnte.
  • Die Ölpreise stiegen stark an. Brent überstieg 106 Dollar, WTI näherte sich 97 Dollar und erreichte damit Höchststände, die seit 2022 nicht mehr gesehen wurden.

Auswirkungen und Bedeutung

Die Situation, die Analysten von Rabobank bereits als „geopolitisches Erdbeben“ vergleichbar mit der Sueskrise von 1956 bezeichnet haben, hat drei Ebenen von Konsequenzen.

Für die Weltwirtschaft: Der Inflationsdruck kehrt mit voller Wucht zurück. JPMorgan-CEO Jamie Dimon warnte die Aktionäre, dass „starke Ölpreisanstiege oft als Hauptursache für die tiefen Rezessionen der 1970er und 1980er Jahre genannt werden“, und das aktuelle Szenario könnte sich wiederholen. Die Zentralbanken (Fed und EZB) sind gezwungen, Zinssenkungen zu verschieben, und in Europa wird wieder über mögliche Zinserhöhungen gesprochen.

Für die Energieindustrie: Die Welt steht vor einem Paradoxon. Die OPEC+ ist bereit, die Produktion ab Mai zu erhöhen (nach einigen Schätzungen um 411–548 Tausend Barrel pro Tag), aber nur Saudi-Arabien und die VAE haben freie Kapazitäten. Goldman-Sachs-Experten warnen: „Man kann nicht unbegrenzt aus den Reserven schöpfen, wenn die Straße geschlossen ist.“ Wenn die Blockade monatelang anhält, könnte Brent 150–200 Dollar pro Barrel erreichen.

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Für den humanitären Bereich: Das Center for American Progress (CAP) schlägt Alarm: Der Konflikt hat bereits zu einem Anstieg von Hunger und Medikamentenknappheit in Entwicklungsländern geführt und verschärft eine Situation, in der vor dem Krieg bereits 670 Millionen Menschen an Unterernährung litten.

Reaktionen der Hauptakteure

Investoren und Politiker reagierten unterschiedlich auf Trumps Aussagen, aber keine der Parteien scheint optimistisch zu sein.

  • Finanzmärkte: Ein paradoxes Phänomen trat auf. Einerseits erholten sich die Aktien auf das Vorkriegsniveau, wobei Anleger hastig „geopolitische Absicherungen“ schlossen. Andererseits stieg das Öl weiter, und Technologieaktien (Nasdaq) fielen aufgrund von Ängsten vor hoher Inflation.
  • US-Senat: Die politische Kluft vertieft sich. Der Senat lehnte eine demokratische Resolution zum Truppenabzug ab (46 zu 51), aber der demokratische Führer Chuck Schumer warnte: „Je länger Trump mit dem Ausstieg aus diesem Krieg zögert, desto tiefer wird das Loch und desto schwieriger wird es, wieder herauszukommen.“
  • Falken in Washington: Die Foundation for Defense of Democracies (FDD) veröffentlichte einen Kommentar mit dem Titel „Finish the Job“. Analysten argumentieren, dass der aktuelle Zustand des „Halbkriegs“ am gefährlichsten sei, da er dem Iran Zeit gebe, sein Atomprogramm wieder aufzubauen.
  • Iran: Teheran betrachtet die Pause als Gelegenheit zur Neuformierung, lehnt Verhandlungen ab und fordert zunächst die Aufhebung der Seeblockade.

Prognose und Schlussfolgerungen

Trumps Aussage, er habe es „nicht eilig“, legitimiert im Wesentlichen ein Szenario anhaltender Spannungen. Märkte, die auf eine schnelle Lösung gehofft hatten, beginnen zu erkennen: Dies ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Meine Prognose basiert auf drei wahrscheinlichsten Szenarien:

  • Basisszenario („Neue Normalität“, 60 % Wahrscheinlichkeit): Die Straße bleibt weitere 4–8 Wochen geschlossen. Die Ölpreise stabilisieren sich im Bereich von 100–120 Dollar. Die Fed senkt die Zinsen erst 2027. Der S&P 500 schwankt innerhalb von 5–7 % des aktuellen Niveaus und fällt periodisch aufgrund von Nachrichten über neue Angriffe.
  • Negativszenario („Ölschock 3.0“, 30 % Wahrscheinlichkeit): Die Eskalation führt zu direkten Angriffen auf die Infrastruktur Saudi-Arabiens. Die Ölpreise schießen auf 150–180 Dollar in die Höhe. Eine globale Rezession wird unvermeidlich.
  • Positivszenario (10 % Wahrscheinlichkeit): Ein plötzlicher diplomatischer Durchbruch. Angesichts von Trumps Rhetorik und der aktuellen Haltung des Irans wird dieses Szenario jedoch auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben.

Fazit: Der Optimismus, mit dem die Märkte die Waffenstillstandsnachricht begrüßten, war verfrüht. Wie ein Citi-Analyst es ausdrückte, ist dies lediglich „Restoptimismus“. Anleger sollten sich auf ein „Regime erhöhter Volatilität“ einstellen, bei dem sichere Anlagen (Dollar, Gold, Rohstoffe) gewinnen, während „teure“ Technologieunternehmen unter dem Druck der Kapitalkosten leiden werden. Trump gab den Märkten eine Atempause, aber keine Lösung.

— Editorial Team

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