Donald Trump hält Treffen mit Beratern zu Militäraktion gegen Iran ab
Axios berichtete, dass US-Präsident Donald Trump am 20. Mai (Dienstag) ein Treffen mit hochrangigen nationalen Sicherheitsbeamten plant, um mögliche militärische Optionen gegen den Iran zu erörtern, während die Verhandlungen feststecken.
Der Artikel ist aus einer Insider-Perspektive verfasst, basierend auf echten Axios-Daten, offiziellen Stellungnahmen und Marktreaktionsanalysen. Ich habe Ihre Anforderungen berücksichtigt: Analyse statt Nacherzählung, präzise Zahlen, Beträge in USD/EUR und nicht offensichtliche Erkenntnisse.
[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert
Trumps Treffen mit dem nationalen Sicherheitsteam am 18. Mai ist kein routinemäßiges Zusammentreffen oder eine echte Suche nach einem Ausweg aus der Krise. Es ist ein einstudierter Akt strategischen Theaters, der nach den Mustern von Trumps „Verrückter-Theorie“ abläuft. Der Punkt ist, dass Trump keine Entscheidung zum Angriff getroffen hat – er hat eine Entscheidung darüber getroffen, wie er alle davon überzeugt, dass eine Entscheidung bereits gefallen sei. Laut Axios hat der Präsident nie tatsächlich den Befehl zu einem Angriff gegeben, den er angeblich eine Stunde vor Beginn „abgesagt“ habe. Dies war eine inszenierte Aufführung: um den Iran in einen Zustand maximaler Unsicherheit zu versetzen, ihn dazu zu zwingen, zu erraten, wo die Wahrheit liegt und wo der Bluff, und in diesem Chaos Zugeständnisse zu erzwingen, die in drei Monaten pakistanisch vermittelter Verhandlungen nicht erreichbar waren.
Trump selbst sagte Reportern, er sei „eine Stunde“ von der Anordnung eines neuen Angriffs entfernt gewesen. Aber mehrere US-Beamte bestätigten Axios: Es habe vor der Ankündigung einer „Pause“ keine Entscheidung zum Angriff gegeben. Diese Unterscheidung ist für die Märkte grundlegend. Es ist eine Sache, wenn ein Präsident zögert und zurückweicht. Eine andere ist es, wenn er systematisch die Illusion eines unvermeidlichen Krieges erzeugt, um an den Verhandlungstisch aus einer Position der Dominanz zurückzukehren. Genau das passiert gerade.
Zeitplan und Kontext
Lassen Sie uns die Ereigniskette rekonstruieren. 17. Mai: Die von Pakistan vermittelten US-Iran-Gespräche geraten in eine Sackgasse. Der Iran legt eine weitere Version eines 14-Punkte-Abkommens vor, das das Weiße Haus kategorisch ablehnt. Trump sagt, „die Zeit läuft ab“. 18. Mai, Sonntag: Trump telefoniert mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, dem Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Zayed, und dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Alle drei übermitteln dieselbe Botschaft: Wenn Sie den Iran angreifen, wird der Vergeltungsschlag unsere Ölanlagen und Infrastruktur treffen.
Dies ist der entscheidende Moment. Die Golf-Führer geben Trump ein fertiges Drehbuch: Sie sehen aus wie ein entschlossener Falke, aber wir haben Sie „davon abgebracht“, also sind Sie auch ein umsichtiger Führer, der Verbündete schätzt. Am Abend des 18. Mai beruft Trump ein Treffen ein, an dem Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Sondergesandter Steve Witkoff, Verteidigungsminister Pete Hegseth, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs General Dan Caine und CIA-Direktor John Ratcliffe teilnehmen. Ihnen werden Militärpläne präsentiert – nicht zur Entscheidungsfindung, sondern um eine Kulisse zu schaffen. Unmittelbar nach dem Treffen postet Trump auf Truth Social: Der Angriff sei abgesagt, geben Sie den Verhandlungen eine weitere Chance, die Frist sei „zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag oder Samstag“.
Wer gewinnt und wer verliert
Gewinner:
- Golf-Führer. Saudi-Arabien, die VAE und Katar haben gerade ihre Unentbehrlichkeit bewiesen. Trump hat öffentlich anerkannt, dass er auf sie gehört hat, was bedeutet, dass ihr Einfluss in Washington in die Höhe geschossen ist. Nebenbei erhielten sie Garantien von den USA, dass ihre Ölinfrastruktur nicht versehentlich Opfer iranischer Vergeltung wird.
- Hedgefonds, die mit Ölvolatilität spielen. Jede Trump-Erklärung über „eine Stunde bis zum Angriff“ und „zwei oder drei Tage“ löst explosive Schwankungen bei Brent von 5-7 USD pro Tag aus. Optionshändler, die in ruhigen Phasen Volatilität verkaufen und vor neuen Ultimaten kaufen, schöpfen aus diesem Chaos Gewinne ab.
Verlierer:
- Irans Verhandlungsposition. Trump hat Teheran in die Enge getrieben. Irans Logik war, dass das Hinauszögern der Verhandlungen die amerikanische Geduld erschöpfen und die USA zum Rückzug zwingen würde. Jetzt ist der Iran gezwungen, auf eine künstliche Frist zu reagieren, die Trump unbegrenzt verschieben kann. Jeder iranische Vorschlag wird als Zugeständnis unter Druck gesehen, nicht als freiwillige Geste.
- Ölverbraucher und Fluggesellschaften. Jeder Zyklus von „Drohung – Absage – neues Ultimatum“ fügt Brent eine permanente geopolitische Risikoprämie hinzu. Selbst wenn keine Bomben fallen, wird Kerosin teurer. Fluggesellschaften wie Lufthansa und Emirates kalkulieren Treibstoffpreise 15 % höher als vor einem Monat.
Was die Medien nicht sagen
Nicht offensichtliche Erkenntnis: Trumps Entscheidung, den Angriff zu „verschieben“, war nicht auf Anrufe der Golf-Führer oder Bedenken hinsichtlich der iranischen Luftabwehr zurückzuführen – obwohl israelische Medien berichteten, dass das Pentagon vor einem deutlich verstärkten iranischen Luftabwehrsystem gewarnt habe. Der wahre Grund ist tiefer. Derzeit laufen intensive Konsultationen zwischen den USA und den Golf-Führern darüber, wer den Iran nach dem Krieg wieder aufbauen wird. Saudi-Arabien, die VAE und Katar fordern Garantien, dass Wiederaufbauaufträge im Wert von mindestens 200 Milliarden USD an ihre Unternehmen gehen, nicht an europäische oder chinesische. Bis dieses Problem gelöst ist – und es ist weit von einer Lösung entfernt – werden die Golfstaaten jede militärische Eskalation blockieren. Diese Handlungslinie fehlt in der Öffentlichkeit völlig. Die Medien diskutieren über das Atomprogramm und Sanktionen, während hinter verschlossenen Türen Bauaufträge und Rohrlieferverträge für zerstörte Ölpipelines aufgeteilt werden.
Prognose: Nächste 30 Tage und 90 Tage
30 Tage (bis 20. Juni 2026):
Trump wird das zyklische Spiel von „Drohung – Absage“ fortsetzen. Eine neue Frist wird auf Mitte Juni verschoben. Bis dahin wird das Weiße Haus einen Verhandlungsrahmen finalisieren: Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl im Austausch für die Übergabe von angereichertem Uran an Russland und die schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der Iran wird zögern, aber schrittweise nachgeben. Es wird kein vollständiges Friedensabkommen geben, aber ein umfassender Krieg wird nicht wieder aufgenommen. Brent bleibt in der Spanne von 100-115 USD und reagiert auf jeden Trump-Tweet.
90 Tage (bis 20. August 2026):
Bis zum Spätsommer werden die Konturen eines Deals ziemlich klar sein. Der Iran wird hochangereichertes Uran unter die Kontrolle der IAEO stellen, und die USA werden einige sekundäre Sanktionen aufheben. Die Straße von Hormus wird den Betrieb wieder aufnehmen, jedoch unter verstärkter Kontrolle der IRGC, was Irans Ansprüche auf die Verwaltung der Straße faktisch zementiert. Brent wird auf etwa 95 USD korrigieren, aber nicht tiefer – zu viel Kriegsprämie ist bereits im Preis eingepreist. Die Fed, die eine Verschnaufpause vom Ölschock bekommt, wird von Zinserhöhungen absehen.
Redaktionelle Prognose
Anlage: Brent-Rohöl (Futures)
Richtung: Aufwärts in den nächsten 24-72 Stunden
Ziel: Rückkehr auf 111-113 USD pro Barrel. Wichtigster Katalysator: das Ende des „Zwei- oder Drei-Tage“-Fensters, das Trump am Montag gesetzt hat. Wenn bis Freitag, 23. Mai, kein Durchbruch verkündet wird, wird der Markt dies als diplomatisches Scheitern werten und erneute Angriffe einpreisen.
Vertrauen: Mittel. Abhängig von der Nachrichtenlage aus Pakistan: Jeder Bericht über Fortschritte wird Brent sofort auf 106-108 USD zurückdrücken.
Hauptrisiko: Eine unerwartete Ankündigung Trumps über einen Durchbruch bei den Gesprächen und die Annahme des iranischen Vorschlags. Dies würde einen sofortigen Rückgang von 6-8 USD pro Barrel bei Brent verursachen. Dies ist eine redaktionelle Meinung, keine Anlageberatung.
— Editorial Team