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Ukraine hat Gasfeld zurückerhalten: Verkauf für einen Spottpreis

Der Oberste Gerichtshof der Ukraine hob den Verkauf des Gasfeldes Priasowskoje auf, das für 630.000 Griwna bei einem tatsächlichen Wert von 7,8 Milliarden verkauft wurde. Der Artikel erklärt, wie korrupte Machenschaften die Energiesicherheit des Landes untergraben.

Wie der Verkauf eines Gasfeldes für 630.000 die Energiesicherheit der Ukraine traf
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Ukraine holt Gasfeld zurück: Wie der Verkauf unter Wert die Energiesicherheit gefährdete

Der Oberste Gerichtshof der Ukraine hat den Verkauf des Gasfeldes Pryasowske – eines der größten des Landes – für ungültig erklärt. Das Vorkommen mit Reserven im Wert von Milliarden Griwna wurde aufgrund einer Auktionsmanipulation für nur 630.000 Griwna verschleudert. Dieser Fall ist nicht nur ein Korruptionsskandal, sondern eine direkte Bedrohung der Energieunabhängigkeit und eine Erinnerung daran, wie Bodenschätze zum Nachteil des Staates vergeudet werden.

Was mit dem Pryasowske-Feld geschah

Das Pryasowske-Gasfeld ist eines der ältesten in der Ukraine, bereits 1929 entdeckt. Seine Fläche beträgt fast 35.000 Hektar, es gibt über 110 Bohrlöcher und nachgewiesene Gasreserven von mehr als 2,2 Milliarden Kubikmetern. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft beträgt der Wert dieser Reserven rund 7,8 Milliarden Griwna (etwa 200 Millionen Dollar). Doch 2020 wurde die Sondergenehmigung zur Erschließung des Feldes für nur 630.000 Griwna verkauft – 39 Mal unter dem Startpreis.

Die Auktion wurde nach dem sogenannten holländischen Modell durchgeführt: Der Preis sinkt schrittweise, bis sich ein Käufer findet. Am Ende nahm nur ein einziges Unternehmen teil – die KZR Petroleum GmbH, die mit Offshore-Strukturen verbunden ist. Die Staatsanwaltschaft wies nach, dass der Deal unter groben Verstößen zustande kam: Es fehlte die zwingende Zustimmung des Ministeriums für Umweltschutz und natürliche Ressourcen. Der Oberste Gerichtshof erklärte am 14. April 2026 die Auktion, die Sondergenehmigung und den Kaufvertrag für nichtig.

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Wer hinter dem Deal steckt

Der Käufer – die Firma KZR Petroleum – wird von Ruben Sacharjan über die zypriotische Offshore-Gesellschaft San Posidanius Investments Limited kontrolliert. Medien brachten dieses Asset jedoch mit dem Volksabgeordneten und ehemaligen Energieminister Juri Boiko in Verbindung. Laut Recherchen hält San Posidanius auch 75 % der Anteile an Wolynoblenergo, 100 % am Charkiwer Heizkraftwerk-5 und anderen Energieanlagen in der Ukraine. Hinter dem formal unabhängigen Unternehmen steht also ein ganzes Netz aus Offshore-Firmen und einflussreichen Politikern.

Warum dies für die Energiesicherheit wichtig ist

Die Ukraine strebt nach Energieunabhängigkeit, doch solche Machenschaften untergraben die Bemühungen. Wenn strategische Lagerstätten unter Wert verschleudert werden, verliert der Staat nicht nur Einnahmen aus dem Gasverkauf, sondern auch die Kontrolle über die Ressourcen. In Zeiten des Krieges und der Bemühungen um eine Diversifizierung der Energieversorgung zählt jeder Kubikmeter eigenes Gas. Derartige Deals schaffen einen Präzedenzfall, bei dem Bodenschätze zum Gegenstand von Käufen und Verkäufen im Interesse eines kleinen Kreises von Personen werden, nicht des Staates.

Was wichtig ist

  • Das Pryasowske-Feld ist eines der größten in der Ukraine, seine Reserven werden auf 7,8 Milliarden Griwna geschätzt.
  • Die Sondergenehmigung wurde für 630.000 Griwna über eine Auktion ohne Wettbewerb verkauft.
  • Das Gericht erklärte den Deal aufgrund von Gesetzesverstößen für ungültig.
  • Das kaufende Unternehmen ist mit Offshore-Firmen und dem ehemaligen Energieminister Juri Boiko verbunden.
  • Solche Machenschaften gefährden die Energiesicherheit und die Haushaltseinnahmen.

Was das für die Bürger bedeutet

Jeder Ukrainer zahlt für Gas und Wärme. Wenn der Staat die Kontrolle über die Lagerstätten verliert, kann dies zu steigenden Tarifen und einer Abhängigkeit von Importen führen. Die Rückgewinnung des Feldes ist ein Schritt dahin, dass die Ressourcen dem Land dienen, nicht den Oligarchen. Langfristig könnte dies die Energiekosten für die Bevölkerung senken.

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Fazit

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ist ein wichtiger Sieg des Rechts, aber sie beseitigt nicht das systemische Problem: wie Bodenschätze unter Wert verschenkt werden. Um Wiederholungen zu vermeiden, braucht es transparente Auktionen, echten Wettbewerb und Kontrolle über die Deals. Sonst werden die ukrainischen Energieressourcen weiterhin in Offshore-Firmen versickern.

— Editorial Team

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