USA verlangen von Verbündeten höhere Zahlungen für seltene Metalle: Wie das die Weltmärkte trifft
Die Regierung von Donald Trump hat den Verbündeten ein neues Schema für den Handel mit kritischen Mineralien vorgeschlagen, das die globalen Lieferketten grundlegend verändern und einen Handelskrieg mit China auslösen könnte.
Was die USA vorschlagen
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte, dass die amerikanischen Verbündeten eine „Sicherheitsprämie“ für Lieferungen von Seltenerdmetallen und anderen strategischen Mineralien zahlen sollten. Es geht um die Schaffung eines geschlossenen Clubs von Ländern, die Rohstoffe zu festgelegten Mindestpreisen handeln. Dies soll Investitionen in den Abbau und die Verarbeitung außerhalb Chinas schützen.
Parallel dazu könnten die USA hohe Zölle oder andere Barrieren für externe Produzenten einführen – in erster Linie für China –, um Dumping zu verhindern. Damit versucht Washington, das jahrzehntelange Monopol Pekings auf die Lieferung wichtiger Ressourcen zu brechen.
Warum das für die ganze Welt wichtig ist
China hat jahrzehntelang in den Abbau und die Verarbeitung von Seltenerdmetallen, Lithium, Kobalt und anderen Mineralien investiert, die für die Produktion von Elektronik, Batterien, Verteidigungssystemen und „grüner“ Energie benötigt werden. Heute entfallen auf China mehr als 60 % der weltweiten Förderung von Seltenerdmetallen und bis zu 90 % ihrer Verarbeitung.
Der Versuch der USA, ein alternatives Handelssystem zu schaffen, könnte zu Folgendem führen:
- Steigende Preise für Rohstoffe für Hersteller weltweit, einschließlich Europa, Japan und Südkorea.
- Handelsvergeltung Chinas – Peking könnte eigene Exportbeschränkungen für Mineralien einführen oder Zölle erhöhen.
- Beschleunigte Inflation in den westlichen Volkswirtschaften, die bereits unter hohen Energiepreisen leiden.
Reaktion der Verbündeten: Besorgnis und Skepsis
Die Verhandlungen laufen hinter verschlossenen Türen, aber Quellen der Financial Times berichten, dass die Verbündeten der USA beunruhigt sind. Hauptbedenken:
- Das Schema wird die Geschäftskosten erhöhen, insbesondere in der Verteidigungs-, Automobil- und Energiebranche.
- Mindestpreise widersprechen den Prinzipien des Freihandels und der Effizienz.
- China könnte Vergeltungssanktionen verhängen, die dieselben westlichen Unternehmen treffen.
Greer kontert: „Wenn Partner über wirtschaftliche Kosten sprechen, antworte ich: Genau die Jagd nach Billigpreisen hat uns in die Abhängigkeit von China geführt.“
Was das für die normalen Menschen bedeutet
Wenn das Schema umgesetzt wird, könnten Verbraucher weltweit mit steigenden Preisen für Waren konfrontiert werden – von Smartphones und Elektroautos bis hin zu Militärtechnik. Höhere Rohstoffpreise treffen die Hersteller, die die Kosten an die Käufer weitergeben. Darüber hinaus könnte die Handelsspannung zwischen den USA und China neue Wellen der Instabilität auf den globalen Märkten auslösen.
— Editorial Team