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Krieg in der Ukraine und Toilettenpapier: Wie Beschuss die Preise beeinflusst

Raketenangriffe haben den größten europäischen Karton- und Papierkombinat in Obuchow beschädigt. Aufgrund der Produktionsstilllegung steigen die Preise für Toilettenpapier und Verpackungen weltweit. Der Artikel erklärt, wie der lokale Konflikt die täglichen Einkäufe beeinflusst.

Ihr Toilettenpapier ist bedroht: Wie Raketen in der Ukraine Ihre Geldbörse treffen
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Wie Raketenangriffe in der Ukraine Ihr Toilettenpapier beeinflussen

Stellen Sie sich vor: Sie gehen im Supermarkt auf die Suche nach Toilettenpapier, aber die Regale sind leer. Das muss nicht zwangsläufig auf Panikkäufe zurückzuführen sein, sondern könnte an Raketenanschlägen liegen, die nur 30 Kilometer von Kiew entfernt einschlugen. Einer der größten europäischen Hersteller hat seine Produktion drastisch gedrosselt – und diese Welle wird spürbar bei Ihren Einkäufen ankommen. Der Krieg in der Ukraine ist längst kein rein lokaler Konflikt mehr: Er trifft jeden, der Grundbedürfnisse deckt, direkt in die Geldbörse.

Warum das Werk in Obuchow für die ganze Welt wichtig ist

Der Kiewer Karton- und Papierkombinat (KKPK) ist weit mehr als ein ukrainisches Werk. Mit 2.500 Beschäftigten gehört er zu den fünf größten europäischen Herstellern von Verpackungen und Hygieneartikeln. Im Besitz einer österreichischen Firma beliefert es den gesamten europäischen Markt. Als am 14. März und 3. April Raketen das Gelände trafen, kam die Zellstoffproduktion zum Erliegen – der eigentliche Rohstoff für Toilettenpapier, Taschentücher und Kartons.

Die Produktionsmenge sank im März im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel. Stellen Sie sich die globale Lieferkette wie ein Förderband in einem riesigen Warenhaus vor: Wenn eine Station ausfällt (etwa das Werk in Obuchow), fehlen bereits einen Monat später in Berlin oder Warschau gewohnte Produkte. So funktioniert die moderne Wirtschaft – alles ist miteinander verknüpft, wie die Glieder einer Kette.

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Was Sie wissen sollten

  • Ein Werk, weltweite Auswirkungen: Der KKPK lieferte sieben Prozent aller Verpackungen für europäische Marken. Jetzt suchen Unternehmen nach neuen Lieferanten, was jedoch Monate dauern kann.
  • Die Preise klettern bereits: In nur sechs Monaten sind die Zellstoffpreise um zwölf Prozent gestiegen. Stellen Sie sich vor, Mehl würde plötzlich deutlich teurer – dann müsste auch jeder mehr für Brot bezahlen.
  • Nicht nur Toilettenpapier: Ausfälle in der Kartonagenproduktion beeinträchtigen auch die Lieferketten für Elektronik, Medikamente und Lebensmittel. Selbst Ihr neues Smartphone könnte aufgrund von Verpackungsmangel verzögert ausgeliefert werden.

Warum betrifft das Sie?

Wer europäische Waren kauft (und das trifft auf fast alle Marken zu), wird bald zwei Entwicklungen bemerken. Erstens können die Preise für Papierprodukte um fünf bis zehn Prozent steigen – die Hersteller geben die Mehrkosten einfach an die Verbraucher weiter. Zweitens treten Engpässe bei einzelnen Artikeln häufiger auf: nicht wegen „Hamsterkäufen“, sondern aufgrund tatsächlicher Störungen in den Lieferketten. Eine klare Erinnerung daran: Kriege betreffen nicht nur Soldaten, sondern auch Ihren wöchentlichen Einkauf.

— Editorial Team

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