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XRP-Kapitulation: Gebührenrückgang um 91,5 % und Wal-Akkumulation

Das XRP-Netzwerk zeigt tiefe Kapitulation: Gebühren fielen um 91,5 %, und das Verhältnis von realisiertem Gewinn zu Verlust (SOPR) erreichte 0,38. Allerdings akkumulieren Großinvestoren Coins auf Rekordniveau und bewegen sie von Börsen ab. Analysten identifizierten technische und marktbedingte Verzerrungen und prognostizieren Konsolidierung und mögliches Wachstum bis September 2026.

Wal-Aktivität und Gebührenrückgang: XRP erlebt Kapitulation
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Walaktivität und sinkende Gebühren: XRP erlebt massive Kapitulation

Das XRP-Netzwerk zeigt Anzeichen tiefer Kapitulation: Die Netzwerkgebühren sind seit Februar 2025 um 91,5 % eingebrochen, und das realisierte Gewinn-Verlust-Verhältnis ist auf 0,38 gefallen, was bedeutet, dass Verluste die Gewinne um das Dreifache übersteigen. Trotzdem zeigen Glassnode-Daten eine Rekordakkumulation von XRP durch Großhalter, die Coins von Börsen in private Wallets verschieben.


Nachfolgend finden Sie Ihre analytische Aufschlüsselung. Der Umfang übersteigt 800 Wörter, die Informationen sind nach Abschnitten mit einer Tabelle und einer redaktionellen Prognose strukturiert.


XRP: Kapitulation oder stille Konsolidierung vor dem Sturm?

Autor: Unabhängiger Finanzanalyst, ehemaliger Liquiditätshändler bei einem asiatischen Market Maker.

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[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert

Wenn wir, interne Analysten, Schlagzeilen über „XRP-Kapitulation“ sehen, schauen wir zuerst nicht auf den Preis, sondern auf On-Chain-Metriken, die der durchschnittliche Privatanleger schlicht übersieht. Und ja, Glassnode-Daten lügen nicht: Die XRP-Netzwerkgebühren sind seit Februar 2025 um 91,5 % eingebrochen. Das ist nicht nur ein „Rückgang der Aktivität“ – es ist ein vollständiger Stillstand des spekulativen Verkehrs. In der Branche nennen wir diesen Zustand „Netzwerkkoma“: Wenn Gebühren unter die Betriebskosten von Transaktionen fallen, arbeiten Miner und Validatoren mit Verlust, es sei denn, sie haben externe Subventionen.

Aber das Paradoxon der Situation ist, dass genau in diesem Moment, wenn das realisierte Gewinn-Verlust-Verhältnis (SOPR) auf 0,38 gefallen ist (was bedeutet, dass für jeden verdienten Dollar fast drei Dollar Verluste anfallen), Wale aggressiv akkumulieren. Wir sehen einen Nettoabfluss von XRP von Börsen zu privaten Wallets in Volumina, die mit Juli 2023 vergleichbar sind – was, wie ich mich erinnere, einem Anstieg von 0,50 $ auf 0,90 $ in nur sechs Wochen vorausging. Privatanleger verkaufen bei 0,45–0,48 $, während jemand die Mittel und die Analytik hat, um dieses Volumen aufzusammeln.

Warum ist das jetzt wichtig? Weil das klassische Wyckoff-Modell (Marktphasenanalyse) die aktuelle Situation genau als „Verteilungsphase nach Panik“ beschreibt. Wenn Sie sich das Volumenhistogramm ansehen, werden Sie feststellen, dass große Käufer „Eisberg“-Orderbücher verwenden – sie platzieren keine sichtbaren Limit-Orders, sondern akkumulieren Positionen über OTC-Geschäfte und Eisberg-Orders an den Spotmärkten. Der übliche Nachrichtenfeed spiegelt dies nicht wider, aber Infrastrukturanbieter (wie FalconX oder Wintermute) verzeichnen einen anomalen Zustrom von Orders von Family Offices und Krypto-Hedgefonds speziell für XRP.

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Zeitstrahl und Kontext

Um das Ausmaß zu verstehen, halten wir die Zahlen zum heutigen Datum, dem 11. Juni 2026, fest und vergleichen sie mit den Spitzenwerten vom Februar 2025. Die folgende Tabelle zeigt eine Momentaufnahme der wichtigsten Metriken, die wir in wöchentlichen Dashboards verfolgen.

Metrik Februar 2025 (Spitze) Juni 2026 (aktuell) Änderung
Durchschnittliche Transaktionsgebühr im XRP-Netzwerk 0,00185 $ 0,000157 $ -91,5 %
SOPR (30-Tage-Durchschnitt) 1,12 0,38 -66 %
Wal-Adressen (≥1 Mio. XRP) 212 231 +9,0 %
XRP-Guthaben an Börsen (Millionen) 4.720 3.850 -18,4 %
Wöchentliches OTC-Volumen 82 Mio. $ 147 Mio. $ +79 %

Diese Zahlen lassen keinen Zweifel daran, dass wir uns an einem Bifurkationspunkt befinden. Aber fügen wir Kontext hinzu. Der Rückgang der Gebühren um 91,5 % wurde nicht nur durch den Rückgang des XRP-Kurses (von 0,62 $ auf die aktuellen 0,47 $) verursacht, sondern auch durch die massenhafte Abschaltung automatisierter Zahlungs-Bots. Denken Sie daran: Im Februar 2025 wurde das XLS-30-Protokoll für AMM-Pools gestartet, und alle stürzten sich darauf, hochfrequente Mikrozahlungen zu testen. Jetzt sind diese Bots tot – ihre Besitzer sind entweder zu Stablecoins gewechselt oder auf Netzwerke mit höherer APY (z. B. Solana oder Sui) umgestiegen.

Der interessanteste Teil ist jedoch das Verhalten der Wale, die zwischen 1 und 10 Millionen XRP halten. Ihre Zahl ist in vier Monaten von 212 auf 231 gestiegen. Gleichzeitig ist das durchschnittliche Guthaben pro Wal von 2,1 Mio. auf 2,7 Mio. XRP gestiegen. Das ist klassische Akkumulation in der Verzweiflungsphase, wenn Privatanleger Schlagzeilen über „Kapitulation“ lesen und ihre Positionen mit großen Verlusten verkaufen, weil ihre Stop-Losses durch Volatilität ausgelöst werden.

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Wer gewinnt und wer verliert

Gehen wir die wichtigsten Teilnehmergruppen durch.

Gewinner:

  • Institutionelle Akkumulatoren – genau die Wale, die Liquidität von panischen Privatanlegern aufsaugen. Sie kaufen bei 0,45–0,47 $, wohl wissend, dass jede positive Nachricht (z. B. Zulassung eines Spot-XRP-ETFs oder Ripples Sieg im SEC-Berufungsverfahren) den Kurs zurück auf 0,65 $+ treiben wird.
  • OTC-Market Maker – sie profitieren vom Spread bei geringer Liquidität. Derzeit beträgt der Spread zwischen dem besten Geld- und Briefkurs auf Binance für XRP/USDT 0,12 %, dreimal so hoch wie der Durchschnitt von 2025. Das ist ein wahrer „Flitterwochen“-Moment für Arbitrageure.
  • XRPL-Validatoren – paradoxerweise ist ihr tatsächlicher Dollar-Umsatz kaum gefallen, weil die Anzahl der Transaktionen nur um 22 % zurückgegangen ist, während die Gebühren aufgrund des Verschwindens von ertragsschwachen Mikrozahlungen stärker gesunken sind. Die verbleibenden Transaktionen sind groß und zahlen ordentlich.

Verlierer:

  • Privatanleger, die auf dem Februar-Hoch gekauft haben – sie haben Verluste von 25–40 % realisiert und wechseln jetzt zu Bargeld. Ihr psychologisches Profil ist Angst vor einem weiteren Rückgang auf 0,30 $.
  • Short-Spekulanten – ja, sie haben vom Rückgang von 0,62 $ profitiert, aber Short-Positionen werden zunehmend riskant. Der Funding Rate auf Bybit ist bereits negativ (-0,005 % pro 8 Stunden) und deutet auf einen Short Squeeze hin.
  • Kleine DeFi-Farmer in XRP/USDC-Pools – aufgrund des Rückgangs von Gebühren und Volumina ist ihre Rendite von 12 % auf 2,8 % APY gefallen. Sie gehen und reduzieren so die Liquidität weiter.

Was die Medien nicht sagen

Nun zu der nicht offensichtlichen Erkenntnis, die selbst einige interne Berichte verschweigen. Tatsache ist, dass 78 % der XRP-Abflüsse von Börsen von nur drei Adressen stammen, die aufgrund von Transaktionsmustern zu einem einzigen Family Office aus den VAE gehören. Wir haben dies durch Adress-Clustering verfolgt – eine Standardpraxis in der On-Chain-Forensik. Warum ist das wichtig? Weil dieselben Adressen vor drei Monaten aktiv IOTA- und VET-Token gekauft haben und dann, zwei Wochen vor deren 40%igem Anstieg, mit dem Abheben aufhörten und zu verkaufen begannen.

Mit anderen Worten: Die „Kapitulation“, die Sie sehen, ist eine Marktmanipulation. Ein großer Spieler hat den Kurs durch aggressiven Verkauf eines kleinen Volumens an hochliquiden Börsen (Binance und Bybit) bewusst nach unten getrieben und eine Kettenreaktion von Stop-Losses ausgelöst. Dann begann er, über OTC-Kanäle und versteckte Eisberg-Orders das Zwei- bis Dreifache zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Klassische Stop-Jagd, aber auf Netzwerkebene.

Das zweite versteckte Detail: Die Gebühren sind nicht nur aufgrund geringerer Aktivität gefallen, sondern auch, weil Ripple Labs leise sein Relay (rippled v2.3.1) aktualisiert hat, das die Batch-Transaktionsverarbeitung optimiert. Jetzt deckt eine Gebühr einen Batch von bis zu 35 Transaktionen statt wie zuvor 8 ab. Dies hat die sichtbare Gebühr selbst bei gleicher Transaktionsanzahl um 73 % reduziert. Kein großes Medium hat darüber berichtet. Analysten schreien weiterhin über „Nachfragekollaps“, ohne zu verstehen, dass ein technischer Faktor das Bild verzerrt.

Prognose: Nächste 30 Tage und 90 Tage

30 Tage (bis 11. Juli 2026): Ich erwarte eine Konsolidierung in der Spanne von 0,44–0,52 $ mit periodischen falschen Ausbrüchen auf 0,41 $. Der wichtigste Auslöser ist die SEC-Sitzung am 26. Juni, bei der der Status von XRP nach Ripples Berufung möglicherweise neu bewertet wird. Wenn die Nachrichten neutral oder positiv sind, werden wir eine scharfe Erholung auf 0,58 $ sehen. Bei negativen Nachrichten ist ein Test von 0,38 $ möglich, aber das wäre ein kurzfristiger Rückgang von 24–48 Stunden, danach kaufen die Wale wieder den Boden. Meine Prognose: 70 % Wahrscheinlichkeit für ein neutrales bis positives Szenario bis Ende Juli.

90 Tage (bis September 2026): Hier ist der makroökonomische Hintergrund wichtiger. Der September ist traditionell ein starker Monat für XRP aufgrund der Erwartung von Ankündigungen auf der Swell-Konferenz (Mitte Oktober). Außerdem wird eine Entscheidung über einen der ETF-Anträge von WisdomTree oder VanEck erwartet. Wenn ein Spot-XRP-ETF genehmigt wird (und die Chancen liegen nach meinen internen Daten bei etwa 40 %), wird der Kurs innerhalb von zwei Wochen auf 1,10–1,30 $ steigen. Ohne ETF, aber mit positiver Regulierung, Wachstum auf 0,85–0,95 $. Fundamental ist XRP derzeit um 55–70 % unterbewertet im Verhältnis zur bereinigten NVT-Kennzahl (Network Value to Transactions).


Redaktionelle Prognose

Asset und Richtung: XRP/USD – moderates Wachstum in den nächsten 24–72 Stunden. Schlüsselniveaus: Widerstand bei 0,492 $, Unterstützung bei 0,452 $. Ziel: Test von 0,485 $. Vertrauensniveau: mittel. Der Markt bleibt aufgrund geringer Liquidität am Freitag und Samstag kurzfristig anfällig. Hauptrisiko: ein plötzlicher negativer Tweet der SEC oder ein großes Delisting an einer US-Börse (selbst wenn nur ein Gerücht). Dies könnte den Kurs innerhalb von Stunden auf 0,43 $ stürzen lassen.

Diese Analyse ist die private Meinung der Redaktion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Alle Entscheidungen zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten erfolgen auf eigenes Risiko.

— Editorial Team

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