Zurück zur Startseite

190 Tausend illegale Miner in Russland: Was ist zu tun?

In Russland wurden rund 190.000 illegale Miner identifiziert, während es nur 5.500 legale gibt. Die Behörden schlagen vor, die Branche in Regionen mit überschüssiger Energie zu legalisieren, um die Netze zu entlasten und die Steuereinnahmen zu erhöhen.

190.000 illegale Miner: Eine Bedrohung oder eine Chance für Russland?
Advertisement 728x90

Fast 200.000 illegale Miner in Russland – Behörden wollen sie legalisieren

In Russland betreiben rund 190.000 Personen ohne offizielle Registrierung Kryptowährungs-Mining, während nur 5.500 Miner legal tätig sind. Das erklärte Anatoly Aksakov, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzmärkte der Staatsduma. Diese Zahlen sind mehr als bloße Statistiken: Die enorme Dimension des Schatten-Minings stellt ernsthafte Herausforderungen dar – von der Überlastung der Stromnetze bis hin zu Steuerausfällen in Milliardenhöhe.

Warum ist das für normale Bürger wichtig?

Beim Mining werden mithilfe leistungsstarker Computer, die enorm viel Strom verbrauchen, neue Kryptowährungseinheiten generiert. Stellen Sie sich vor, jemand würde Hunderte Wasserkocher in Ihrem Haus anschließen und alle gleichzeitig einschalten – genau so können Miner die lokalen Stromnetze überlasten. In einigen Regionen Russlands wurde das Mining bereits verboten, um zu verhindern, dass Anwohner ohne Strom oder Heizung dastehen.

Doch es gibt auch eine andere Seite: In bestimmten Gebieten gibt es reichlich überschüssige Energie, die brachliegt. Lokale Behörden erwägen daher, das Mining zu legalisieren, um diese überschüssige Elektrizität in Einnahmen für den Haushalt umzuwandeln.

Google AdInline article slot

Was schlägt die Regierung vor?

Aksakov betonte, dass es nicht darum gehe, das Mining zu verbieten, sondern es aus dem Schattenbereich zu holen. Legale Miner würden Steuern zahlen und könnten jährlich potenziell Dutzende Milliarden Rubel in die Staatskasse spülen. Seiner Ansicht nach könnte dieser Ansatz:

  • die Belastung der Stromnetze in überlasteten Regionen verringern;
  • transparente Vorschriften für die Branche einführen;
  • die Einnahmen des Bundes und der Kommunen erhöhen.

Zuvor hatte Nikolai Shulginov, Leiter des Energieausschusses der Staatsduma, berichtet, dass illegales Mining im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von über 4,7 Milliarden Rubel verursacht hat – Gelder, die zur Sanierung von Schulen, Krankenhäusern oder Straßen genutzt werden könnten.

Wie würde das neue System funktionieren?

Geplant ist, das Mining ausschließlich in Regionen mit einem Überschuss an elektrischer Energie zuzulassen, etwa in Sibirien oder im Fernen Osten Russlands, wo Wasserkraftwerke mehr Energie erzeugen, als die örtlichen Einwohner und Unternehmen benötigen. In diesen Gebieten könnte das Mining als eine Art „Energiesicherheitsventil“ dienen und überschüssige Kraft in digitale Vermögenswerte sowie Steuereinnahmen umwandeln.

Google AdInline article slot

Wichtig dabei: Es soll keineswegs jedem ermöglicht werden, zu Hause eigene Mining-Rigs aufzustellen. Vielmehr geht es darum, eine regulierte Industrie mit klaren Regeln, Lizenzanforderungen und einer strengen Kontrolle des Energieverbrauchs zu schaffen.

Kernbotschaften

  • In Russland gibt es rund 190.000 illegale und lediglich 5.500 legale Miner.
  • Illegales Mining verursachte im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 4,7 Milliarden Rubel.
  • Die Behörden beabsichtigen, die Branche zu legalisieren, jedoch nur in Regionen mit überschüssiger Energie.
  • Die erwarteten Steuereinnahmen könnten jährlich Dutzende Milliarden Rubel erreichen.
  • Ziel ist nicht das Verbot, sondern eine Regulierung, um die Stromnetze zu entlasten und die öffentlichen Finanzen zu stärken.

Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?

Wenn das Mining ordnungsgemäß legalisiert wird, könnte dies dazu beitragen, das Risiko von Stromausfällen in überlasteten Gebieten zu verringern. Zudem könnten die zusätzlichen Steuereinnahmen soziale Projekte wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastrukturverbesserungen finanzieren. Ohne entsprechende Maßnahmen würden die Probleme im Energiesystem jedoch weiter eskalieren, insbesondere in den Wintermonaten.

— Editorial Team

Google AdInline article slot
Advertisement 728x90

Weiterlesen

Partner-News