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AMM ist keine Börse: Die Position von Galaxy Digital

Galaxy Digital sandte einen Brief an die SEC mit Argumenten gegen die Gleichstellung automatisierter Market Maker mit Börsen. Das Unternehmen betont das Fehlen zentralisierter Kontrolle und den autonomen Charakter intelligenter Verträge.

Warum sind DeFi-Protokolle keine Börsen? Die Meinung von Galaxy Digital
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Galaxy Digital erklärt, warum DeFi-Protokolle keine Börsen sind

Die große Krypto-Finanzfirma Galaxy Digital hat bei der US-Aufsichtsbehörde eine wichtige Klarstellung eingereicht: Automatisierte Market Maker (AMMs) im dezentralen Finanzwesen sollten laut Gesetz nicht als Börsen angesehen werden. Dies könnte die Regulierung von DeFi in den USA beeinflussen – und darüber entscheiden, ob solche Protokolle überhaupt dem komplexen Registrierungsverfahren unterliegen müssen, das traditionelle Plattformen durchlaufen.

Für normale Nutzer ist das wichtig, denn würden die Aufsichtsbehörden verlangen, dass DeFi-Plattformen den Status einer Börse erhalten, würden viele von ihnen ihren Betrieb in den USA einfach einstellen. Millionen Nutzer würden dadurch den Zugang zu Tools verlieren, mit denen sie derzeit Vermögenswerte ohne Zwischenhändler, Gebühren oder Kontoregistrierung tauschen können.

Was ist ein AMM, und wie unterscheidet er sich von einer Börse?

Stellen Sie sich eine typische Aktienbörse vor – etwa auf dem Aktienmarkt. Dort gibt es einen zentralen Betreiber, der alle Kauf- und Verkaufsaufträge sammelt, sie in einem einzigen "Orderbuch" zusammenführt und sicherstellt, dass die Geschäfte ausgeführt werden. Oft verwahrt dieser Betreiber auch Ihre Gelder und Vermögenswerte.

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Ein AMM (automatisierter Market Maker), funktioniert jedoch ganz anders. Er besteht aus einer Reihe von Regeln, die in einem Smart Contract kodiert sind – einem Programm, das Handelsbedingungen automatisch ausführt. Es gibt keinen zentralen Administrator. Sie tauschen Token direkt gegen einen "Liquiditätspool", statt über einen Mittelsmann mit einer anderen Person zu handeln. Und Sie selbst besitzen die privaten Schlüssel zu Ihren Vermögenswerten; niemand nimmt diese in seine Obhut.

Galaxy Digital betont, dass ein solches Protokoll nach dem Start eigenständig arbeitet. Selbst seine Entwickler können weder die Regeln ändern noch eine Transaktion rückgängig machen. Es ist wie bei einer Uhr mit Federwerk: Man stellt sie einmal ein, und dann läuft sie von allein, unabhängig vom Uhrmacher.

Warum die SEC sich möglicherweise irrt

Die US-Börsenaufsicht SEC hat kürzlich Leitlinien veröffentlicht, die festlegen sollen, wann ein DeFi-Protokoll als "Börse" oder "Broker" gilt. Galaxy Digital argumentiert jedoch, dass der Ansatz der Behörde einen entscheidenden Unterschied außer Acht lässt: den Mangel an zentraler Kontrolle.

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In ihrem Schreiben führt das Unternehmen aus:

  • AMMs verfügen nicht über ein zentrales Orderbuch;
  • Transaktionen können nicht blockiert oder storniert werden (es sei denn, der Code selbst enthält entsprechende Einschränkungen);
  • Smart Contracts stehen zur Einsicht offen – jeder kann die Preisalgorithmen einsehen;
  • Entwickler verwalten das Protokoll nach dem Launch nicht mehr.

Würde die SEC darauf bestehen, diese Systeme als Börsen registrieren zu lassen, käme es zu einem rechtlichen Paradoxon: Wie soll man etwas registrieren, das von niemandem verwaltet wird?

Die wichtigsten Punkte

  • AMMs sind Code, keine Unternehmen. Nach dem Deployment läuft das Protokoll autonom.
  • Nutzer behalten die volle Kontrolle über ihre Gelder, im Gegensatz zu zentralisierten Börsen.
  • Der regulatorische Status von DeFi ist weiterhin ungeklärt, doch Versuche, ihn mit traditionellen Märkten gleichzusetzen, könnten die Innovation bremsen.
  • Die Transparenz von Smart Contracts macht AMMs berechenbarer als geschlossene Systeme.
  • Galaxy Digital plädiert für eine vernünftige Regulierung, die die technischen Besonderheiten der Blockchain berücksichtigt.

Was bedeutet das für normale Menschen?

Sollten die Aufsichtsbehörden entscheiden, dass jedes DeFi-Protokoll eine Börse ist, würden diese Dienste entweder die USA verlassen oder für normale Nutzer unzugänglich werden. Dadurch würde den Menschen die Freiheit genommen, selbst zu entscheiden, wie und wo sie digitale Vermögenswerte speichern und handeln. Andererseits, wenn der Ansatz flexibel bleibt – so wie es Galaxy Digital vorschlägt – könnte DeFi legal gedeihen, die Rechte der Nutzer schützen und gleichzeitig den technologischen Fortschritt fördern.

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Vorerst handelt es sich hierbei nicht um eine endgültige Entscheidung, sondern lediglich um die Position eines der größten Unternehmen der Kryptoindustrie. Angesichts seines Einflusses auf Wall Street und seiner engen Beziehungen zu Aufsichtsbehörden könnte diese Sichtweise die künftige Gesetzgebung prägen.

— Editorial Team

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