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Strafrechtliche Verantwortlichkeit für Kryptowährungen in Russland: Was steht auf dem Spiel

In Russland wurde ein Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der eine strafrechtliche Verantwortlichkeit für den illegalen Austausch von Kryptowährungen bei einem Schaden von mehr als 3,5 Millionen RUB vorsieht. In Erwägung gezogen werden Geldstrafen, Zwangsarbeit und bis zu sieben Jahre Freiheitsstrafe. Das Gesetz ist noch nicht verabschiedet, signalisiert aber einen strengen regulatorischen Kurs.

Russland plant, Personen wegen des Austauschs von Kryptowährungen einzusperren – was sollten Sie tun?
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Russland könnte Menschen für nicht lizenzierten Kryptowährungshandel einsperren: Was das für gewöhnliche Bürger bedeutet

Russland bereitet ein neues Gesetz vor, das erstmals strafrechtliche Verantwortlichkeit für nicht lizenzierten Kryptowährungshandel einführt – vorausgesetzt, diese Tätigkeit verursacht erheblichen finanziellen Schaden. Dies ist keine bloße Warnung mehr: Es drohen echte Haftstrafen, Geldbußen und Zwangsarbeit. Obwohl das Gesetz noch nicht verabschiedet wurde, signalisiert es deutlich die Richtung der Regulierung digitaler Vermögenswerte im Land.

Was genau würde verboten werden?

Eine staatliche Kommission hat einen Entwurf zur Änderung von Absatz 7 des Artikels 171 des russischen Strafrechts gebilligt. Dem Dokument zufolge ist das Organisieren eines nicht lizenzierten Umlaufs digitaler Währungen strafbar, wenn dadurch ein Schaden oder unrechtmäßiger Gewinn in Höhe von mehr als 3,5 Millionen Rubel entsteht (definiert als „erheblich“). Überschreitet der Betrag 13,5 Millionen Rubel, gilt der Schaden als „besonders erheblich“ – und die Strafen werden verschärft.

„Nicht lizenzierter Umlauf“ bezieht sich auf Kryptowährungsaktivitäten, die ohne staatliche Lizenz durchgeführt werden. Im Rahmen anderer verwandter Initiativen dürfen künftig ausschließlich lizenzierte Spezialunternehmen – sogenannte Krypto-Börsen – den Umtausch von Kryptowährungen ermöglichen. Derzeit gibt es zwar noch keine offiziell zugelassenen solcher Unternehmen in Russland, doch die Regierung legt bereits jetzt die regulatorischen Grundlagen für deren zukünftigen Betrieb.

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Welche Strafen sind vorgesehen?

Die Strafen variieren je nach Ausmaß des Schadens oder Gewinns:

  • Bei einem Schaden oder Gewinn von 3,5 Millionen Rubel oder mehr: eine Geldstrafe von 100.000 bis 300.000 Rubel (oder bis zu einem bis zwei Jahresverdienst), Zwangsarbeit bis zu vier Jahren oder Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren sowie eine zusätzliche Geldstrafe bis zu 80.000 Rubel.
  • Bei einem Schaden oder Gewinn von 13,5 Millionen Rubel oder mehr – oder bei Beteiligung einer organisierten Gruppe: Zwangsarbeit bis zu fünf Jahren oder Freiheitsstrafe bis zu sieben Jahren sowie eine zusätzliche Geldstrafe bis zu einer Million Rubel (oder bis zu fünf Jahresverdienst).

Solche Fälle werden von Ermittlern des Untersuchungskomitees und des FSB bearbeitet – das heißt, diese Delikte werden als schwere Straftaten und nicht als Ordnungswidrigkeiten behandelt.

Warum betrifft das auch Menschen, die gar keine Kryptowährungen handeln?

Viele denken: „Ich halte nur Bitcoin – mich betrifft das nicht.“ Doch die Grenze zwischen „Halten“ und „Tauschen“ ist oft fließend. So könnte etwa die regelmäßige Umwandlung von Kryptowährungen in Rubel über P2P-Plattformen (wie Binance P2P oder LocalBitcoins) dazu führen, dass Behörden Sie als Organisator eines nicht lizenzierten Umlaufs einstufen – insbesondere bei umfangreichen Transaktionsvolumina.

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Zudem übt das Gesetz Druck auf den gesamten Markt aus. Banken und Zahlungssysteme sperren bereits jetzt Konten, die mit Kryptowährungsaktivitäten in Verbindung stehen. Dieses neue Gesetz wird diesen Trend verstärken: Legale Austauschmodi werden auf absehbare Zeit nicht verfügbar sein, während nicht lizenzierte Optionen zunehmend riskanter werden.

Wichtige Fakten im Überblick

  • Das Gesetz ist noch nicht verabschiedet – es wurde noch nicht einmal der Staatsduma vorgelegt.
  • Die strafrechtliche Verantwortung gilt ausschließlich für das Organisieren eines nicht lizenzierten Umlaufs – nicht für den bloßen Besitz von Kryptowährungen.
  • Die entscheidende Schwelle liegt bei 3,5 Millionen Rubel an Schaden oder unrechtmäßigem Gewinn.
  • Ermittlungen werden vom FSB und vom Untersuchungskomitee Russlands geführt – eine deutliche Eskalation.
  • Künftig dürfen ausschließlich lizenzierte Unternehmen Kryptowährungen tauschen – doch derzeit existiert in Russland noch keines davon.

Was bedeutet das für gewöhnliche Bürger?

Wenn Sie Kryptowährungen lediglich als Wertanlage halten, ändert sich vorerst nichts. Doch wenn Sie diese regelmäßig – insbesondere in größeren Mengen – in Rubel umtauschen, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Der Staat schließt nach und nach „graue“ Modelle ab und strebt an, sämtliche derartige Aktivitäten unter Aufsicht zu stellen. Vermeiden Sie öffentliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Tausch von Kryptowährungen und nutzen Sie kein einziges Bankkonto für häufige kryptobezogene Transaktionen. Ein legaler Markt könnte in den kommenden Jahren entstehen – doch vorerst bleibt er reine Theorie.

— Editorial Team

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