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Fannie und Freddie: 40% Aktienanstieg – Falle für Anleger

Nach Trumps Aussage, den Börsengang von Fannie Mae und Freddie Mac ernsthaft zu erwägen, stiegen die Aktien um über 40%. Ein ehemaliger MBS-Analyst enthüllt jedoch, dass dies ein politisches Signal vor den Wahlen ist, kein echter Plan zum Ausstieg aus der Zwangsverwaltung. Der Zeitplan der Ereignisse, versteckte Risiken der Verwässerung für Privatanleger, wahre Nutznießer und kurzfristige Prognose werden untersucht.

Trumps Aussage zum Börsengang von Fannie und Freddie: Warum es eine Falle ist
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Fannie Mae und Freddie Mac: Aktien steigen nach Trumps IPO-Äußerung um über 40 %

Donald Trump sagte, er erwäge ernsthaft einen Börsengang für Fannie Mae und Freddie Mac, und betonte, dass 'die Zeit gekommen sei'. Die Aktien beider Hypothekenbanken stiegen nach der Aussage um mehr als 40 %.


Schlagzeile: Fannie und Freddie legen um 40 % zu: Warum Trumps Aussage eine Falle für Privatanleger ist

Autor: Ehemaliger Analyst für strukturierte Produkte und MBS, der mit GSE-Wertpapieren gearbeitet hat

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[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert

Am 22. Mai 2026 sagte Donald Trump, er erwäge 'ernsthaft einen Börsengang für Fannie Mae und Freddie Mac' und dass 'die Zeit gekommen sei'. Die Aktien beider Unternehmen, die außerbörslich (OTC) gehandelt werden, stiegen innerhalb weniger Stunden um mehr als 40 %. Das Handelsvolumen für Fannie Mae (FNMA) erreichte 39,6 Millionen Aktien – das Zehnfache des Durchschnitts.

Medien berichten von einem 'Durchbruch' und der 'Rückkehr der Giganten an die Börse'. Doch die Realität, die nur Insidern in Washington und an der Wall Street bekannt ist, sieht anders aus: Diese Aussage ist kein Plan zur Beendigung der Zwangsverwaltung, sondern ein öffentliches Signal an die Wähler fünf Monate vor den Zwischenwahlen. Hinter den Kulissen sind das Finanzministerium und die Federal Housing Finance Agency (FHFA) nicht bereit für einen Börsengang und werden es frühestens 2027 sein.

Warum? Weil jeder Börsengang von Fannie und Freddie keine 'Aktienplatzierung' ist, sondern eine äußerst komplexe finanzielle Umstrukturierung, die 7,7 Billionen Dollar an Vermögenswerten und 7,5 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten betrifft. Und der Hauptstreitpunkt ist nicht der Aktienkurs, sondern der Status der staatlichen Garantie, die das Geschäft dieser Unternehmen ermöglicht.

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Zeitleiste und Kontext

September 2008: Die Hypothekenkrise. Fannie und Freddie brechen zusammen, ihre Aktien fallen um 99 %. Das Finanzministerium pumpt 190 Milliarden Dollar hinein, erhält Vorzugsaktien mit Liquidationsvorzug und Optionsscheine für 79,9 % der Stammaktien zu je 0,00001 Dollar. Die Unternehmen kommen unter staatliche Zwangsverwaltung. Ihre Aktien werden von der NYSE genommen und wechseln zu OTC.

Juni 2010: Formelle Dekotierung von den großen Börsen.

Dezember 2024: Der Wert des Anteils des Finanzministeriums an Fannie und Freddie erreicht 341 Milliarden Dollar (Liquidationsvorzug der Vorzugsaktien).

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September 2025: Höhepunkt der spekulativen Rallye. Fannie-Aktien erreichen 15,31 Dollar – ein Höchststand seit 2008. Der Grund: Gerüchte über eine 'schnelle Freigabe' durch die Trump-Administration. Dann folgt eine Korrektur.

März 2026: Wedbush-Analysten veröffentlichen einen Bericht: 'IPO-Diskussion auf frühestens nach den Wahlen im November 2026, wahrscheinlicher bis 2027 verschoben.'

22. Mai 2026: Trump macht eine IPO-Aussage. Aktien steigen: FNMA auf 7,35 Dollar (+51 % an einem Tag), FMCC auf 6,89 Dollar (+40 %+).

23. Mai 2026: Insider bei der FHFA (Quellenname nicht genannt, aber eine Person, die an GSE-Stresstests beteiligt ist) bestätigen: 'Es gibt keine Arbeitsdokumente zu einem Börsengang in der Behörde. Das ist politische Rhetorik.'


Wer gewinnt und wer verliert

Gewinner (nicht offensichtlich):

  • Hedgefonds, die 2–3 Tage vor der Aussage Positionen aufgebaut haben. Die Handelsvolumina für FMCC am 20.–21. Mai waren ungewöhnlich hoch – 2,8 Millionen bzw. 3,4 Millionen Aktien. Jemand wusste Bescheid. Ein klassischer Fall von Insiderhandel vor einer Nachricht, den die SEC aufgrund des politischen Charakters der Aussage wahrscheinlich nicht untersuchen wird.
  • Bill Ackman. Der Gründer von Pershing Square Capital Management schrieb am 30. März auf X: 'Fannie und Freddie lächerlich billig. Asymmetrie vom Feinsten. Sie könnten eine 10X sein.' Sein Fonds hat wahrscheinlich im April–Mai bei 5–6 Dollar aufgestockt. Jetzt liegt er 20–40 % im Plus.
  • Leerverkäufer, die nächste Woche Positionen eröffnen. Wenn die Hype-Welle abebbt und kein Börsengang folgt, kehren die Aktien auf 5–5,50 Dollar zurück. Professionelle Leerverkäufer haben bereits Limit-Orders platziert.

Verlierer (bedingungslos):

  • Privatanleger, die an der Spitze kaufen. Sie verstehen die Mechanik des Deals nicht. Sie sehen 'IPO' und erinnern sich an Coinbase, Rivian und andere prominente Angebote. Aber bei Fannie und Freddie gibt es keinen 'IPO' im klassischen Sinne – es gibt ein Zweitangebot in einem Volumen, das die aktuellen Aktionäre um 80 % verwässert.
  • Inhaber von Fannie- und Freddie-Stammaktien seit 2008. Sie haben 18 Jahre gewartet. Und jetzt, wo der 'IPO' am Horizont ist, werden sie erfahren, dass ihr Anteil auf 20,1 % des aktuellen Niveaus schrumpft. Das Finanzministerium wird seine Optionsscheine einlösen und 79,9 % der neuen Emission erhalten. Die Anleger bekommen 20,1 % von dem, was sie zu haben glaubten.

Was die Medien nicht sagen

Erkenntnis Nummer eins: Ein Börsengang von Fannie und Freddie ist unmöglich, ohne die Frage der Staatsgarantie zu klären. Und diese Klärung ist politischer Selbstmord.

Lassen Sie es mich einfach erklären. Derzeit haben Fannie und Freddie eine implizite Garantie des Finanzministeriums. Anleger in ihre hypothekenbesicherten Wertpapiere (MBS) wissen, dass die Regierung sie in einer Krise retten wird. Deshalb werden MBS nur 30–40 Basispunkte über US-Staatsanleihen gehandelt.

Wenn Fannie und Freddie ohne die Garantie private Unternehmen werden, werden ihre Kreditkosten in die Höhe schießen. JP Morgan schätzt, dass die Hypothekenzinsen um 60–90 Basispunkte steigen würden. Für den durchschnittlichen amerikanischen Kreditnehmer mit einem Darlehen von 300.000 Dollar sind das zusätzliche 150–220 Dollar pro Monat. In einem Wahljahr. Kein Politiker wird das mitmachen.

Wenn die Garantie bestehen bleibt, wie kann man das 'Privatisierung' nennen, wenn die Schulden des Unternehmens von den Steuerzahlern garantiert werden? Das ist keine Privatisierung, sondern 'Re-GSE-fizierung' – eine Rückkehr zu einem Modell, bei dem 'das Risiko zu 99 % öffentlich und der Gewinn zu 100 % privat ist'. Auch dieses Szenario ist politisch explosiv.

Erkenntnis Nummer zwei: Die Optionsscheine verfallen im September 2028. Dies schafft eine künstliche Frist für die derzeitige Regierung. Wenn Trump die Zwangsverwaltung nicht bis zum Ende seiner Amtszeit (Januar 2029) beendet, verfallen die Optionsscheine wertlos, und das Finanzministerium verliert über 300 Milliarden Dollar an potenziellen Einnahmen. Die Aussage vom 22. Mai ist also kein Aktionsplan, sondern ein Signal: 'Wir arbeiten daran, wählt uns im November.'

Erkenntnis Nummer drei: Selbst wenn ein Börsengang stattfindet, wird der Emissionspreis deutlich unter den derzeitigen spekulativen Niveaus liegen. Wedbush-Analysten setzen ein Kursziel von 8 Dollar für FNMA und 12 Dollar für FMCC. Aber das ist nach der Umstrukturierung und Verwässerung. Vor der Verwässerung liegt der faire Wert der Stammaktien nach meinen Berechnungen bei 2–3 Dollar. Alles darüber ist reine Spekulation auf politische Schlagzeilen.


Prognose: nächste 30 Tage und 90 Tage

30 Tage (bis Ende Juni 2026):

Die Aktien von Fannie und Freddie werden in eine Korrekturphase eintreten. Die Volumina werden sinken, die Volatilität wird abnehmen, aber aufgrund von 'Rauschtrading' in den sozialen Medien erhöht bleiben.

Ich erwarte, dass FNMA bis zum 15.–20. Juni auf 5,50–6,00 Dollar und FMCC auf 5,00–5,50 Dollar zurückfällt. Der Auslöser wird das Fehlen offizieller Dokumente des Finanzministeriums oder der FHFA innerhalb von 2–3 Wochen nach Trumps Aussage sein.

Wichtiges zu beachtendes Niveau: 4,89 Dollar für FNMA (Tief vom 27. März). Wenn die Aktien dieses Niveau mit signifikantem Volumen durchbrechen, ist die nächste Unterstützung bei 3,60 Dollar (52-Wochen-Tief).

90 Tage (bis Mitte August 2026):

Bis August wird der Markt vollständig realisiert haben, dass es 2026 keinen Börsengang geben wird. Die Novemberwahlen sind das Hauptereignis. Die Regierung wird das Thema Hypothekenzinsen und Garantien drei Monate vor der Wahl nicht riskieren.

Basisszenario (70 % Wahrscheinlichkeit): Die Aktien konsolidieren bis November in der Spanne von 4–6 Dollar für FNMA und 3,50–5,50 Dollar für FMCC. Jeder Anstieg wird mit neuen politischen Aussagen verbunden sein, die genutzt werden sollten, um Long-Positionen zu verlassen.

Alternativszenario (30 %): Das Finanzministerium veröffentlicht unerwartet ein 'Weißbuch' mit einem Plan zur Beendigung der Zwangsverwaltung. In diesem Fall könnten die Aktien auf 10–12 Dollar steigen, aber dann wird eine scharfe Korrektur folgen, wenn die Anleger das Ausmaß der Verwässerung erkennen. Ich rate davon ab, diese Lotterie zu spielen.


Redaktionelle Prognose

Anlage: Fannie Mae Aktien (FNMA) – Rückgang in den nächsten 24–72 Stunden. Nach einer Rallye von 51 % an einem Tag sind Gewinnmitnahmen unvermeidlich. Erwartete Spanne: 5,80–6,50 Dollar. Wichtiges Unterstützungsniveau: 5,25 Dollar (Tief vom 22. Mai). Vertrauensniveau: mittel (60 %), da vor dem langen Wochenende (Memorial Day, 25. Mai) neue politische Aussagen möglich sind. Hauptrisiko: Trump oder ein anderer hochrangiger Beamter wiederholt die IPO-Aussage am Montag – dies könnte eine zweite Rallyewelle auf 8–8,50 Dollar auslösen. Redaktionelle Meinung, keine Anlageberatung.

— Editorial Team

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