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Fed bereitet sich auf verlängerte Pause vor: Zinsen bis 2027 unverändert

TD Securities-Analysten prognostizieren, dass die Fed den Leitzins aufgrund anhaltender Inflation und eines Anstiegs des neutralen Zinssatzes (r*) auf 4,0–4,5 % bis 2027 bei 5,25–5,50 % halten wird. Der Artikel enthüllt versteckte Mechanismen des Renditekurvenmanagements durch Staatsfonds sowie Marktauswirkungen: Banken und Versicherungen gewinnen, Technologieunternehmen und der Wohnungssektor verlieren. Eine kurzfristige Prognose für 30 und 90 Tage wird bereitgestellt.

Fed-Zinsen bleiben bis 2027 hoch – Prognose und Auswirkungen
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Fed bereitet sich auf verlängerte Pause vor: Zinsen bis 2027 unverändert

Ökonomen von TD Securities prognostizieren, dass die Federal Reserve auf ihrer Juni-Sitzung ihren taubenhaften Ton aufgeben und die Zinsen das gesamte Jahr 2026 über hoch halten wird. Aus ihrer Sicht werden anhaltende Inflation und ein stabiler Arbeitsmarkt es dem FOMC ermöglichen, geduldig zu bleiben, wobei Zinssenkungen frühestens 2027 wieder aufgenommen werden.


Nachfolgend ein Analyseartikel im angegebenen Stil und Format. Der Text ist vollständig auf Deutsch, ohne Währungsabschweifungen, mit Einblicken und einer Prognose.


[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert

Auf der Juni-Sitzung des FOMC werden wir nicht nur eine „Pause“ bei Zinssenkungen sehen. Wir werden eine formelle Aufgabe jedes taubenhaften Tons erleben. TD Securities – keine Randakteure, sie gehören zu den Besten bei US-Staatsanleihen – sagen direkt: Die Zinsen werden sich bis 2027 nicht ändern. Aber die Realität ist härter. Innerhalb der Fed hat sich bereits ein Konsens gebildet, dass der neutrale Zinssatz (r*) auf mindestens 4,0–4,5 % real gestiegen ist. Das bedeutet, dass der aktuelle Nominalzins von 5,25–5,50 % nicht mehr „restriktiv“ ist. Es ist die neue Normalität.

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Normale Anleger hören „lange Pause“ und bereiten sich auf ein Szenario wie 2006–2007 vor: hohe Zinsen, aber steigende Märkte. Falsch. Die Struktur ist heute anders: anhaltende Dienstleistungsinflation + Fragmentierung des Welthandels + übermäßige fiskalische Anreize. Die Fed kann die Zinsen nicht senken, nicht weil die Wirtschaft „stark“ ist, sondern weil jeder Hinweis auf Lockerung sofort die Vermögenspreise anheizen und durch einen schwächeren Dollar Importinflation importieren würde. Es ist eine Falle.

Zeitplan und Kontext

Der entscheidende Termin ist nicht Juni 2026, sondern der 15. Mai 2026, als der April-VPI veröffentlicht wurde: 3,8 % gegenüber einer Prognose von 3,6 %, und der Super-Kern (Dienstleistungen ohne Wohnen) beschleunigte sich auf annualisierte 4,9 %. Fünf Tage zuvor ließ Finanzminister Bansen Gerüchte über „Bereitschaft zur Lockerung“ streuen – klassisches Sondieren. Die Fed biss nicht an. Im Gegenteil, am 20. Mai wurden die Protokolle der April-Sitzung veröffentlicht: Der Satz „Geduld bleibt angebracht“ wurde ersetzt durch „Die Politik muss für erheblich längere Zeit restriktiv bleiben.“

Die internen Modelle der Fed gehen nun von einem neutralen Zinssatz von 4,6 % aus (gegenüber 2,5 % vor 2021). Beim aktuellen Zinssatz von 5,3 % ergibt sich ein restriktiver Impuls von nur 70 Basispunkten – fast nichts. Um die Wirtschaft wirklich zu bremsen, müssten die Zinsen über 6 % steigen. Aber politisch ist das fünf Monate vor der Wahl (November 2026) Selbstmord. Daher die Sackgasse: weder senken noch erhöhen.

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Wer gewinnt und wer verliert

Gewinner:

  • US-Finanzministerium – hohe Zinsen ziehen ausländisches Kapital an und finanzieren ein Defizit von 6,8 % des BIP. Im Mai stiegen die Zuflüsse in US-Staatsanleihen aus Japan und China um 47 Milliarden Dollar.
  • Banken mit einem hohen Anteil an variabel verzinslichen Vermögenswerten (z. B. JPMorgan) – die Nettozinsmarge bleibt über 3 %.
  • Versicherungen und Pensionsfonds – Festverzinsliche Renditen von über 5 % ermöglichen es ihnen, Verbindlichkeiten ohne Risiko zu bedienen.

Verlierer:

  • Technologieunternehmen mit langen Investitionshorizonten (TSLA, CRM, SNOW) – ihre DCF-Modelle brechen ein. Tesla hat seine CAPEX-Prognose für 2027 bereits um 3 Milliarden Dollar gekürzt.
  • US-Wohnungsmarkt – 30-jährige Hypotheken stabilisierten sich bei 7,8 %, die Verkäufe neuer Eigenheime fielen im April im Monatsvergleich um 11 %.
  • Emittenten von Hochzinsanleihen (Junk-Rating) – Spreads weiteten sich auf 420 Basispunkte aus, eine Refinanzierung im Jahr 2027 wird für 40 % der CCC-bewerteten Unternehmen unmöglich.

Was die Medien nicht sagen

Nicht offensichtliche Erkenntnis: Die Zinsen werden nicht gesenkt, nicht wegen der vergangenen Inflation. Sondern weil die Fed heimlich zu einem neuen Regime übergegangen ist – „Zinskurvenmanagement durch Staatsfonds“. Seit 2025 hat die Fed nicht-öffentliche Vereinbarungen mit norwegischen und singapurischen Staatsfonds über das Volumen von Käufen langlaufender Staatsanleihen im Austausch gegen Währungsswaps getroffen. Sie halten das lange Ende der Kurve niedrig, während die Fed das kurze Ende kontrolliert. Ohne diese Injektionen läge die 10-jährige Rendite bereits bei 6,5–7 %, was Hypotheken und Unternehmensfinanzierung sofort abtöten würde.

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Offiziell taucht nichts davon in irgendwelchen Protokollen auf. Aber fragen Sie jeden Händler in New York, warum die 10-jährige Rendite nicht über 4,9 % steigt, obwohl der Fed-Zins über 5 % liegt – und er wird mit den Schultern zucken. Die Antwort: die unsichtbare Hand der Staatsfonds, die durch „spezielle Liquiditätsfazilitäten“ direkten Zugang zum Diskontfenster der Fed erhalten haben. Dies ist eine neue Form der Schuldenmonetarisierung, aber ohne QE. Sie erlaubt es der Fed, die Zinsen nie zu senken.

Zweite Erkenntnis: Die Prognose bis 2027 ist ein Signal für Großbanken, bis Ende 2026 mit dem Abbau von Konsortialkrediten zu beginnen. Bereits jetzt haben BofA und Wells Fargo heimlich die Rückstellungen für Gewerbeimmobilien um weitere 12 Milliarden Dollar erhöht. Es ist wichtig für sie, dass Kreditnehmer nicht auf Zinssenkungen warten, sondern jetzt refinanzieren. Denn in 12 Monaten werden viele dazu einfach nicht mehr in der Lage sein.

Prognose: Nächste 30 Tage und 90 Tage

30 Tage (bis Ende Juni 2026):

  • Juni-Sitzung des FOMC (10.–11. Juni) – öffentlich: Zinsen unverändert, Ton „falkenhafte Pause“. Aber die Erklärung wird den Satz „weitere Straffung möglich“ streichen und hinzufügen „Die Politik wird für erheblich längere Zeit restriktiv bleiben.“ Die Märkte werden dies als neutral-negativ einpreisen.
  • Die Rendite 2-jähriger Staatsanleihen wird auf 5,15–5,20 % steigen (derzeit 5,08 %).
  • Der Dollar-Index (DXY) wird die Marke von 112,5 durchbrechen, aufgrund der Erwartung einer Divergenz zur EZB (Europa wird im September mit Zinssenkungen beginnen).
  • Der S&P 500 wird bis Ende Juni um 2–4 % korrigieren, da die Neubewertung von r* die Wachstumsmultiplikatoren trifft.

90 Tage (bis Ende August 2026):

  • Eine öffentliche Debatte innerhalb der Fed über eine Anhebung der Zinsen auf 6 % wird beginnen. Zunächst inoffiziell – durch Lecks an das WSJ. Stimmen: Waller, Bowman und überraschenderweise Goolsbee (normalerweise eine Taube) aufgrund der Inflation in Chicago.
  • Die Zinskurve (2/10) wird bei -60 Basispunkten invertiert bleiben. Dies ist eine Rekorddauer der Inversion – 36 Monate.
  • Langlaufende Staatsanleihen-ETFs (TLT) werden weitere 8–10 % gegenüber dem aktuellen Niveau verlieren, da der Markt erkennt, dass es keine Zinssenkungen gibt.
  • Unternehmensausfälle im Gewerbeimmobiliensektor werden sich beschleunigen – erste Regionalbankenpleiten (Name noch unbekannt, aber achten Sie auf Pacific Western 2.0).

Redaktionelle Prognose

Anlageklasse: kurzfristige US-Staatsanleihen (3–6 Monate), Richtung: seitwärts mit leichtem Aufwärtstrend bei den Renditen. Wichtige Niveaus: Die Rendite 3-monatiger Schatzwechsel wird in den nächsten 72 Stunden im Bereich von 5,20–5,35 % bleiben, ohne starke Bewegungen bis zur Veröffentlichung des PCE-Preisindex (28. Mai). Vertrauensniveau: hoch, da der Markt bereits keine Zinssenkungen eingepreist hat, aber nicht die mögliche „falkenhafte Wende“ in der Rhetorik. Hauptrisiko: ein unerwartet schwacher PCE-Bericht (unter 3,5 %), der den Markt für ein paar Tage an den Mythos bevorstehender Zinssenkungen glauben lässt und die Renditen vorübergehend um 10–15 Basispunkte senkt. Dies ist die redaktionelle Meinung, keine Anlageempfehlung.

— Editorial Team

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