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Börsengang von SpaceX und OpenAI: Krieg um passives Geld und Indizes

Spacex hat offiziell einen Börsengang an der Nasdaq mit einer Bewertung von 1,25 Billionen US-Dollar beantragt. OpenAI und Anthropic bereiten ebenfalls innerhalb von 3-4 Monaten den Börsengang vor. Analysten warnen vor der größten erzwungenen Kapitalumverteilung aufgrund des Pflichtkaufs dieser Aktien durch passive ETFs, was zu Verkäufen aktueller Spitzenreiter wie Nvidia und Apple führt.

SpaceX und OpenAI: Versteckter Krieg um Billionen Dollar an der Nasdaq
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SpaceX und OpenAI bereiten Börsengänge vor: SpaceX beantragt Nasdaq-Listing mit einer Bewertung von 125 Milliarden US-Dollar

SpaceX hat offiziell einen vertraulichen Börsengang bei der Nasdaq beantragt und plant, 50-75 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von etwa 1,25 Billionen US-Dollar einzunehmen. OpenAI könnte bereits in dieser Woche ebenfalls einen vertraulichen Börsengang mit einer angestrebten Bewertung von über 1 Billion US-Dollar einreichen.


Schlagzeile: SpaceX- und OpenAI-IPOs: Der verborgene Kampf um passives Geld und „Index-Kannibalismus“

Autor: Analyst für Strukturprodukte und ETF-Arbitrage

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[Das Wesentliche]: Was wirklich passiert

Die meisten Schlagzeilen schreien von „zwei Mega-IPOs“ – SpaceX und OpenAI. Das ist eine optische Täuschung. In Wirklichkeit zielen drei Wale gleichzeitig auf die Nasdaq, und ihre kombinierte Marktkapitalisierung könnte 4 Billionen US-Dollar übersteigen. Wir sprechen über SpaceX (1,75–2 Billionen US-Dollar), OpenAI (>1 Billion US-Dollar) und Anthropic (900 Milliarden–1 Billion US-Dollar). Sie gehen nicht nur an den Markt – sie gehen innerhalb von 3–4 Monaten auf denselben Kalender.

Die verborgenen Mechanismen, über die nicht berichtet wird: Diese IPOs werden die größte erzwungene Kapitalumverteilung in der Geschichte des passiven Investierens auslösen. Es geht nicht um „Einzelhandelsbegeisterung“, sondern um den mechanischen Druck von Hunderten Milliarden Dollar auf die aktuellen Marktführer – Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Broadcom, Meta und Tesla.

Laut SpaceX-Dokumenten (Formular S-1, eingereicht am 20. Mai) wird das Unternehmen am 12. Juni notieren, mit einem anfänglichen Streubesitz von nur 5 %. OpenAI bereitet in dieser Woche eine vertrauliche Einreichung mit einer Notierung im September vor. Anthropic folgt. Und alle drei werden dank der neuen „Fast Inclusion“-Regel der Nasdaq (nur 15 Handelstage nach der Notierung) schnell in den Nasdaq-100 und den S&P 500 aufgenommen.

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Zeitplan und Kontext

20. Mai 2026: SpaceX reicht das Formular S-1 bei der SEC ein. Ticker: SPCX. Roadshow beginnt am 4. Juni, Preisfestlegung am 11. Juni, Handel am 12. Juni. Konsortialführer: Goldman Sachs, Morgan Stanley, BofA, Citi, JPMorgan.

21. Mai: Details aus dem Prospekt: Starlink erzielte 2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar (Betriebsmarge 39 %, EBITDA-Marge 63 %), aber xAI verbrannte 6,36 Milliarden US-Dollar. Der konsolidierte Nettoverlust von SpaceX betrug 2025 4,94 Milliarden US-Dollar. Die Investitionsausgaben von xAI im ersten Quartal 2026 beliefen sich auf 7,7 Milliarden US-Dollar – 76 % der gesamten Investitionsausgaben des Unternehmens.

22. Mai: Fortune und das Wall Street Journal bestätigen, dass OpenAI „bereits in dieser Woche“ (d. h. vor dem 23. Mai) einen vertraulichen Börsengang einreichen wird, mit einer Notierung im September. Bewertung: 1 Billion US-Dollar.

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22. Mai (Abend): Es stellt sich heraus, dass SpaceX auch 18.712 Bitcoin in seiner Bilanz hält (etwa 1,45 Milliarden US-Dollar), gekauft zu einem Durchschnittspreis von 35.320 US-Dollar. Nicht realisierter Gewinn: 789 Millionen US-Dollar.

23. Mai (früher Morgen): Informationen durchsickern, dass Anthropic, der Konkurrent von OpenAI, einen Vertrag mit xAI (der SpaceX-Abteilung) über 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat für GPU-Zugang unterzeichnet hat – 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Der Vertrag läuft bis Mai 2029, jedoch mit einer Kündigungsfrist von 90 Tagen.

Gleichzeitig: Die Nasdaq bestätigt die Anwendung der neuen Fast-Entry-Regel – SpaceX kann bereits 15 Tage nach der Notierung in den Nasdaq-100 aufgenommen werden, statt der üblichen 3–6 Monate. Gleiches gilt für OpenAI und Anthropic.

Wer gewinnt und wer verliert

Größte Verlierer (nicht offensichtlich): Aktuelle Indexgiganten. JPMorgan schätzt, dass allein um SpaceX mit einem Gewicht von 1,5–2 % im Nasdaq-100 unterzubringen, passive Fonds bestehende Marktführer im Wert von 950 Milliarden US-Dollar verkaufen müssen. Auswirkungen auf die Verteilung: Nvidia – 210 Milliarden US-Dollar an Verkäufen, Apple – 170 Milliarden US-Dollar, Microsoft – 120 Milliarden US-Dollar, Amazon – 100 Milliarden US-Dollar, Alphabet – 90 Milliarden US-Dollar, Broadcom – 80 Milliarden US-Dollar, Meta – 70 Milliarden US-Dollar, Tesla – 50 Milliarden US-Dollar.

Dies ist keine „Prognose eines Rückgangs“ – es ist Mathematik. Passive ETFs (QQQ mit Vermögenswerten von über 250 Milliarden US-Dollar, SPY mit Billionen) sind verpflichtet, den Index zu halten. Wenn drei neue Giganten eintreten, verdrängen sie die alten. Keine fundamentale Analyse wird diesen Fluss stoppen.

Wer gewinnt: Frühe private Investoren von SpaceX, die zu Bewertungen von 35–100 Milliarden US-Dollar eingestiegen sind. Microsoft – hält 27 % an OpenAI, was bei einer Bewertung von 1 Billion US-Dollar 270 Milliarden US-Dollar ergibt. OpenAI-Mitarbeiter: Präsident Greg Brockman hat bereits einen Anteil im Wert von fast 30 Milliarden US-Dollar zertifiziert. Die OpenAI-Stiftung (gemeinnützig) – 260 Milliarden US-Dollar.

Auch Arbitrageure gewinnen: Hedgefonds, die Nvidia und Apple leerverkaufen und SpaceX über Pre-IPO-Verträge oder strukturierte Produkte kaufen. Dies ist ein klassischer Paarhandel auf den Index.

Was die Medien nicht sagen

Einblick: Das wichtigste Detail ist nicht die Bewertung von SpaceX, sondern die Tatsache, dass xAI (Musk's KI) offiziell Rechenleistung an Anthropic vermietet, einen direkten Konkurrenten von OpenAI. Anthropic zahlt SpaceX 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat für den Zugang zu den GPU-Clustern Colossus und Colossus II. Das bedeutet, dass SpaceX von beiden Seiten des KI-Krieges profitiert: OpenAI (über den öffentlichen Markt) und Anthropic (über Vertrag). Musk hedgt sein Portfolio.

Zweiter verborgener Faktor: Stimmrechtsstruktur. Nach dem Börsengang wird Elon Musk 85,1 % der Stimmrechte durch Aktien der Klasse B mit 10 Stimmen pro Aktie behalten. SpaceX wird ein „kontrolliertes Unternehmen“ und ist von vielen Corporate-Governance-Anforderungen der Nasdaq befreit. Privatanleger kaufen einen wirtschaftlichen Anteil, aber keinen Einfluss.

Dritte Nuance: Ein Streubesitz von 5 % ist eine Falle für ETFs. Bei so wenigen ausstehenden Aktien wird jede Welle passiver Nachfrage extreme Volatilität verursachen. Citi hat bereits gewarnt: „Der Markt wird sehr volatil sein und die Transaktionskosten hoch.“

Prognose: Nächste 30 Tage und 90 Tage

30 Tage (bis Mitte Juni – SpaceX-Notierung):

Erwarten Sie in den ersten 5–10 Tagen einen künstlichen „Pump“ des SpaceX-Aktienkurses. Nur 5 % werden frei gehandelt, aber ETFs sind bereits verpflichtet, im Vorgriff auf die schnelle Indexaufnahme in 15 Tagen zu kaufen. Dies wird einen klassischen Short Squeeze für jeden erzeugen, der es wagt, dagegen zu wetten.

Gleichzeitig beginnen vorzeitige Verkäufe von Nvidia und Apple: Aktive Fonds, die sich des bevorstehenden Rebalancings bewusst sind, werden 2–3 Wochen vor dem offiziellen Rebalancing Positionen verlassen. Nvidia könnte 8–12 % von den aktuellen Niveaus verlieren, noch bevor SpaceX mit dem Handel beginnt.

90 Tage (bis Mitte August – Fenster vor OpenAI-IPO):

Der entscheidende Moment ist die Veröffentlichung von OpenAIs S-1. Wenn es Gerüchte über einen jährlichen Cash-Burn von 14–17 Milliarden US-Dollar und Verpflichtungen zur Zahlung von Rechenzentren in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar bestätigt (wie vom WSJ im April berichtet), könnte der Markt die Bewertung von 1 Billion US-Dollar stark abkühlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Börsengang von OpenAI auf 2027 verschoben wird, steigt auf 35 %.

Wenn Anthropic jedoch vor September einen ersten vierteljährlichen operativen Verlust (oder sogar Gewinn) bekannt gibt, wäre das ein Zeichen dafür, dass das KI-Geschäftsmodell funktioniert. Dann werden alle drei Unternehmen synchron steigen, und der Druck auf die alten Marktführer wird sich nur verstärken – eine Rotation von „alter KI“ (Nvidia) zu „neuer KI“ (OpenAI, Anthropic) und Infrastruktur (SpaceX) beginnt.


Redaktionelle Prognose

Asset: Nvidia (NVDA)-Aktien – moderater Rückgang in den nächsten 48–72 Stunden. Fonds werden mit vorzeitigen Verkäufen vor der Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq-100 beginnen. Wichtiges Unterstützungsniveau: 820 US-Dollar (aktueller Markt ~880 US-Dollar). Wir erwarten eine Bewegung auf 840–850 US-Dollar mit möglicher Beschleunigung auf 800 US-Dollar, wenn die Volumina dies bestätigen. Vertrauensniveau: mittel (55 %), da ein Aufschwung aufgrund von Nachrichten über einen neuen Nvidia-Vertrag mit OpenAI möglich ist. Hauptrisiko: Eine Erklärung der Federal Reserve zur Lockerung der Geldpolitik könnte den gesamten Markt vorübergehend stützen und die Korrektur verzögern. Redaktionelle Meinung, keine Anlageberatung.

— Editorial Team

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