Zurück zur Startseite

Goldman Sachs bringt einen Bitcoin-ETF ohne direkten BTC-Kauf auf den Markt

Goldman Sachs hat einen ETF angemeldet, der über Optionen auf Bitcoin-Produkte Einkommen generiert, ohne direkt BTC zu erwerben. Dies verringert die Volatilität, schränkt jedoch das Wachstumspotenzial ein. Der Fonds richtet sich an konservative Anleger.

Goldman Sachs entwickelt einen Bitcoin-ETF – allerdings ohne Bitcoin selbst

Predict

Signal basierend auf diesem Artikel

Signal7/10
Richtungup
Magnitude2-5%
Zeitrahmen1-3d
Konfidenzmedium

Treiber

Goldman Sachs filed for a Bitcoin income ETF, signaling deeper institutional adoption beyond pure spot exposure. This adds to growing demand from traditional finance players, potentially increasing net inflows into Bitcoin-linked products. Key risk: the fund’s indirect structure may limit direct price impact compared to spot ETFs.

Alle Prognosen für dieses Datum ansehen

Nur analytisches Signal. Keine Finanzberatung.

Advertisement 728x90

Goldman Sachs launcht Bitcoin-ETF ohne direkten Kryptowährungsbesitz

Die führende US-Bank Goldman Sachs hat bei den US-Aufsichtsbehörden einen Antrag für einen neuen Fonds eingereicht, der Renditen basierend auf Bitcoin erzielen soll — ohne jedoch die Kryptowährung direkt zu halten. Dieser Schritt könnte Millionen vorsichtigen Anlegern den Zugang zum Wachstumsmarkt Krypto erleichtern, die vor dessen starken Schwankungen zurückschrecken.

Wie funktioniert der neue ETF von Goldman Sachs?

Der Fonds mit dem Namen Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF wird Bitcoin nicht direkt kaufen. Stattdessen investiert er mindestens 80 % seines Vermögens in bestehende Spot-ETPs (börsengehandelte Produkte), die an den Bitcoin-Kurs gekoppelt sind. Bis zu 25 % des Fondsvermögens können über eine Tochtergesellschaft mit Sitz auf den Cayman-Inseln angelegt werden — einer beliebten Rechtsordnung für internationale Investments.

Die Haupt-Einnahmequelle entsteht durch den Verkauf von Call-Optionen. Eine Call-Option ist ein Vertragsinstrument, das dem Käufer das Recht gibt, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis vor Ablauf eines bestimmten Datums zu erwerben. Der Verkäufer erhält dafür eine Vorauszahlung — die Optionsprämie — stimmt jedoch zu, den Vermögenswert auszuliefern, falls der Preis über das vereinbarte Niveau steigt.

Google AdInline article slot

Auf diese Weise sammelt der Fonds regelmäßig Prämien aus diesen Optionsgeschäften und schüttet sie monatlich an die Anleger aus. Es ähnelt dem Modell eines Vermieters, der eine Wohnung vermietet: Er erzielt stabile Einnahmen, kann das Objekt aber nicht sofort zu einem höheren Preis verkaufen, wenn die Immobilienpreise sprunghaft anziehen, da er bereits vertragliche Bedingungen festgeschrieben hat.

Worin unterscheidet sich dieser ETF von anderen?

Im Januar 2026 hat BlackRock einen vergleichbaren Fonds aufgelegt — den iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITP). Allerdings verfolgt dieser eine andere Strategie: Er kauft Bitcoin tatsächlich direkt und hält es auch selbst; zudem investiert er zusätzlich in seinen eigenen Spot-Bitcoin-ETF (IBIT). Dadurch besteht eine unmittelbarere Bindung an den BTC-Kurs, gleichzeitig steigt jedoch auch das Volatilitätsrisiko.

Anfang April startete Morgan Stanley hingegen den Handel mit seinem Spot-ETF (MSBT), der bereits am ersten Tag 32 Millionen US-Dollar an Mitteln einbrachte und bei dem 1,6 Millionen Anteile gehandelt wurden. Dieses Produkt bildet lediglich den Bitcoin-Kurs ab, ohne komplexe Optionsstrategien einzusetzen.

Google AdInline article slot

Goldman Sachs wählt einen "sanfteren" Ansatz zur Marktteilnahme:

  • Kein direkter Bitcoin-Besitz → geringeres Risiko von Hacking oder technischen Ausfällen.
  • Stabile Einnahmen aus Optionsprämien → ideal für konservative Anleger.
  • Begrenztes Aufwärtspotenzial → Sollte Bitcoin stark an Wert gewinnen, würden die Gewinne des Fonds nicht vollständig mithalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldman Sachs’ ETF kauft Bitcoin nicht direkt; stattdessen nutzt er derivativen Instrumente und Optionsstrategien.
  • Die Einnahmen stammen aus Prämien, die durch den Verkauf von Call-Optionen auf Bitcoin-bezogene Produkte erzielt werden.
  • Der Fonds richtet sich an Anleger, die eher Stabilität suchen, statt maximale Gewinne aus dem Anstieg von BTC zu erzielen.
  • Es ist bereits die dritte große US-Bank, die 2026 ein Bitcoin-Produkt lanciert, nach BlackRock und Morgan Stanley.
  • Die SEC hat ihre Entscheidung noch nicht getroffen; der Antrag befindet sich derzeit in der Prüfung.

Was bedeutet das für Privatanleger?

Wenn Sie Ihr Vermögen in Aktien oder Investmentfonds angelegt haben, könnten Sie bald eine neue Option erhalten: kleine, aber regelmäßige Erträge, die an Bitcoin gekoppelt sind, ohne dass Sie selbst Kryptowährungen kaufen oder sich mit Wallets und Blockchain-Technologie auseinandersetzen müssen. Es ist, als ob Sie Ihrem Portfolio eine Art "Krypto-Mieteinkommen" hinzufügen würden, statt "Krypto-Spekulation" zu betreiben. Denken Sie jedoch daran, dass auch dieses "sanfte" Produkt weiterhin von den allgemeinen Marktbedingungen abhängt: Wenn Bitcoin crasht, dürften auch die Optionsprämien sinken.

— Editorial Team

Google AdInline article slot
Advertisement 728x90

Weiterlesen

Partner-News